05:48 17 November 2019
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    US-Armee ist anfällig für Wahrheit - Politologe

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    Die US-Zeitung „Politico“ behauptet, dass „die russische Propaganda“ die Armee der USA töte. Der Politologe Valeri Korowin hat gegenüber Radio Sputnik die Meinung geäußert, dass das US-Militär von einer „Konzeption der Sinngehalte“ ausgehe, für die jede beliebige alternative Information gefährlich sei.

    „Die US-Armee geht heute von Konzeptionen aus, die sich auf Lügen,  Falschmeldungen stützen. Daher fürchtet sich das US-Militär davor, dass die sogenannte russische Propaganda die Beschlussfassung beeinflussen und die US-Armee demotivieren kann“, so Korowin.

    Nach seiner Meinung sehen die Militärstrategen der USA Schwachstellen in ihrer ideologischen Konzeption und versuchen, Präventivmaßnahmen zu ergreifen.

    „In diesem Zustand einer lügenhaften Gesellschaft kann sich ein Mensch nicht lange befinden. Er fühlt sich bedrückt und beginnt, nach echten Sinngehalten zu suchen“, so Korowin. Die Generäle und Strategen der USA würden sich dessen bewusst, dass ihre Soldaten für alternative und lügenfreie Sinngehalte offen seien, sich auf ein anderes Wertesystem umorientieren, diese Sinngehalte in russischen Medien, in der russischen ‚Informationsmaschine‘ finden und die eigenen Prioritäten und Ansichten ändern können, so der Politologe.

    Wie aus einem Artikel der US-Zeitschrift „Politico“ hervorgeht, bedrohe die russische Propaganda das US-Militär. 
    Russische Agenten würden sich als attraktive Frauen tarnen und Facebook  infiltrieren, so das Blatt. Dort ziehen sie Geheiminfos aus US-Soldaten heraus und können außerdem Propaganda veröffentlichen, die dann in der Timeline der Soldaten erscheint.

    Gehe es um die Lage in Syrien etwa, „zitieren die US-Kriegsveteranen auf ihren Portalen regelmäßig Artikel des russischen Instituts für Nahoststudien, einer Einrichtung der Russischen Akademie der Wissenschaften“.

    Als „propagandistisch“ und „ungeprüft“ bezeichnet das Blatt die Nachricht über den Tod des russischen Oberstleutnants Alexander Prochorenko.  Dieser hat sich in Syrien in 2016 geopfert: Nachdem er von Terroristen umzingelt worden war, lenkte er das Unterstützungsfeuer der russischen Armee auf sich.

    Dass US-Soldaten in den sozialen Netzwerken Bewunderung für Prochorenkos Tat zum Ausdruck brachten, kann laut dem Blatt auch die ehemalige US-Soldatin Serena Moring bestätigen. Wegen dieser Bewunderung sei sie sehr besorgt gewesen – wie auch deshalb, dass ihre Kameraden zu „Putin-Verehrern“ geworden seien.

    Eine derartige Sympathie für Russland sei indes nichts anderes als die Folge einer „geplanten Kreml-Kampagne“, behauptet laut dem Blatt auch der US-General Philip Breedlove, ehemaliger Oberbefehlshaber der Nato-Kräfte in Europa.

    Das Pentagon sei offenbar besorgt, schreibt „Politico“ – obwohl das US-Verteidigungsministerium die Propaganda-Vorwürfe der Zeitschrift an Moskau nicht kommentiert hat. Das Ministerium bemühe sich lediglich darum, das Bewusstsein der Mitarbeiter für die neuen Gefahren im Cyberspace zu schärfen, hieß es.

    Doch für die Zeitschrift steht eines sowieso fest: Die „Kreml-Kampagne“ könne sich auf die Fähigkeit der US-Soldaten, „einer künftigen russischen Aggression Widerstand zu leisten“, auswirken.

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    Propaganda, Politico, Facebook, Pentagon, Alexander Prochorenko, Philip Breedlove, Wladimir Putin, USA, Russland