04:03 15 November 2019
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    Fregatte der Oliver-Hazard-Perry-KlasseMatrosin der US-Kriegsmarine (Archivbild)

    US-Marine greift auf „Konserven“ zurück

    © AFP 2019 / Peruvian Navy © Foto: U.S. Navy/Mass Communication Specialist 1st Class Chad Runge
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    Das Kommando der US-Marine erwägt die erneute Inbetriebnahme der Raketenfregatten der Klasse „Oliver Hazard Perry“, die in Reserve gestellt worden waren, wie die „Nesawissimaja Gaseta“ berichtet.

    Diese Maßnahme würde die Erhöhung der Zahl der US-Kampfschiffe auf 355 ermöglichen, was US-Präsident Donald Trump in Auftrag gegeben hatte.

    „Wir analysieren aufmerksam die Fregatten des Typs ‘Oliver Hazard Perry‘. Es gibt sieben bzw. acht Schiffe, die wir theoretisch wieder in Betrieb nehmen könnten“, sagte der Leiter des Dienstes der Marineoperationen, Admiral John Richardson. „Doch vieles hat sich seit der Zeit geändert, als wir sie letztes Mal modernisierten. Man sollte die Ausgaben für die Wiederherstellung der Kampffähigkeit der Fregatten analysieren, ob sie tatsächlich unsere Flotte stärken können“.

    Ein weiterer Weg zur Erhöhung der Zahl der Schiffe der US-Kriegsflotte ist die Verlängerung der Dienstzeit, darunter bei den Raketenzerstörern der Klasse „Arleigh Burke“, die in der ersten Hälfte der 1990er-Jahre in Dienst genommen wurden. Laut Richardson könnte man damit das Erreichen der Zahl von 355 Schiffen um zehn bis 15 Jahre beschleunigen.

    Zugleich gab der Admiral zu, dass diese Maßnahmen keine Ergebnisse ohne ein umfassendes Programm zum Bau von Schiffen bringen würden.

    Hubschrauber der US. Navy
    © REUTERS / U.S. Navy
    Die Schiffe der Klasse „Oliver Hazard Perry“ wurden als Ozean-Fregatten entwickelt, die die Anti-U-Boot- und Luftabwehrverteidigung von Schiffskonvois, von amphibischen Verbänden und Anti-U-Boot-Gruppen sichern können. Von 1975 bis 2004 wurden 71 Fregatten dieses Typs gebaut. Die letzte Fregatte des Typs „Oliver Hazard Perry“ wurde 2015 in die Reserve geschickt. Die Schiffe hätten an US-Verbündete übergeben bzw. verkauft werden sollen.

    Diese Schiffe werden von den Matrosen als „Konserven“ bezeichnet. In den 1980er-Jahren hatten die USA die bereits während des Zweiten Weltkriegs gebauten und konservierten Schlachtschiffe der Iowa-Klasse modernisiert. Es wurden vier Schiffe „erneuert“. Dabei verfügte jedes von ihnen nach der Modernisierung über 32 Tomahawk-Raketen sowie über moderne Artillerie-, Torpedo und andere Waffen. Sobald eines dieser Schiffe an der sowjetischen Küste auftauchte, waren die Stäbe der sowjetischen Kriegsflotte alarmiert. Man musste sich Gedanken darüber machen, was man dem entgegenstellen könnte. Damals gab es noch keine Kalibr-Raketen.

    Im Januar 2017 forderte Donald Trump von den Schiffbauern einen Abbau der Ausgaben für den Bau neuer Schiffe. Bereits im Herbst 2016, während des Wahlkampfes, gab der Milliardär einen Planzur Erhöhung der Zahl der Kampfschiffe der USA auf 355 Einheiten bekannt – derzeit sind es 275 Schiffe.

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    Tags:
    Fregatte, Modernisierung, Tomahawk-Rakete, U.S. Navy, USA