04:09 18 Oktober 2017
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    Donald Trump (l.) und Wladimir Putin

    Darum werfen Medien Trump „Russland-Verbindungen“ vor – The Independent

    © AP Photo/ Alexander Zemlianichenko
    Politik
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    Die meisten amerikanischen Journalisten verhalten sich US-Präsidenten Donald Trump gegenüber mit unverhohlener Verachtung und nutzen dabei die „Russland-Verbindungen“, um seinen Rücktritt zu erzielen, wie The Independent schreibt.

    Laut der Kolumnistin der britischen Zeitung Mary Dejevsky wären die Medien und das Establishment froh, „Trump loszuwerden“, aber das sei nicht einfach. Besonders wütend seien sie wegen Trumps Wunsch, die Beziehungen zu Russland zu verbessern, was die Gegner des amerikanischen Präsidenten nutzen würden, hieß es.

    Dejevsky zufolge sei aber unklar, ob seine Feinde wirklich glauben, dass seine Politik Moskau gegenüber Washingtons Interessen bedrohe, oder ob Russland, das bei den Amerikanern immer noch Angst auslöse, eher als „Schläger“ gegen den amerikanischen Staatschef benutzt werde.

    US-Medien hätten Erfolg nach der Watergate-Affäre gehabt, als der republikanische Präsident Richard Nixon wegen „Missbrauchs von Regierungsvollmachten“ zurückgetreten war. Und sie träumten vom Comeback jener Blütezeit, so Dejevsky.

    Trumps Angaben nach hat während seiner Amtszeit und seiner Präsidentschaftswahlkampagne niemand bewiesen können, dass er angeblich Verbindungen zu Moskau habe. Die Aussage des ehemaligen FBI-Chefs James Comey bei Anhörungen im US-Senat habe auch bestätigt, dass es keine „Absprache mit Russland“ gegeben habe.

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    Tags:
    Russland-Verbindungen, Watergate-Affäre, FBI, James Comey, Donald Trump, Russland, USA