22:04 11 Dezember 2017
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    Andrij Parubij

    Kiew lechzt nach letalen Waffen – Sicherheitsabkommen mit USA in Sicht - Medien

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    Politik
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    Laut dem Vorsitzenden des ukrainischen Parlaments, Andrij Parubij, kann ein mögliches Sicherheitsabkommen mit den USA die Stationierung US-amerikanischer Militärreserven auf ukrainischem Territorium vorsehen, wie die ukrainische Zeitung „Levij bereg“ schreibt.

    Zuvor hatte Parubij bei seinem US-Besuch in Washington auf die Notwendigkeit hingewiesen, ein bilaterales Sicherheitsabkommen zu schließen und letale Waffen an Kiew zu liefern.

    „Es (das Abkommen) sieht Sonderoperationen, gemeinsame technische Forschungsarbeiten und sogar die Stationierung von Militärreserven der USA auf dem Territorium der Ukraine vor“, zitiert die Zeitung Parubij.

    Dem Parlamentschef zufolge sind solche Abkommen bereits mit Japan, Australien und Israel unterzeichnet worden. Das Abkommen gewähre ein Vorrecht auf die Bereitstellung von letalen Verteidigungswaffen, so Parubij. Er hofft, dass in nächster Zeit über die Bereitstellung von letalen Waffen entschieden werde.

    Zuvor hatte das Kongress-Mitglied Rick Larsen gegenüber Sputnik mitgeteilt, der US Kongress könnte darüber diskutieren, die Kosten für die Lieferung letaler Waffen an die Ukraine in den Haushalt 2018 aufzunehmen.

    Der Senat des US-Kongresses hatte Anfang Mai den Etatentwurf gebilligt, der bis zum 30. September 2017 gilt und wie bislang eine Finanzhilfe für die Ukraine in Höhe von mindestens 410,456 Millionen Dollar, darunter für militärische Unterstützung, vorsieht.

    Russland hatte wiederholt vor Waffenlieferungen in die Ukraine gewarnt, weil ein solcher Schritt nur zur Eskalation des Donbass-Konfliktes führen würde.

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    Tags:
    Waffenlieferungen, Waffen, US-Kongress, Andrij Parubij, USA, Ukraine