05:53 17 Oktober 2017
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    Irans Raketenschlag gegen Terroristen in Syrien: Vorwarnung an Israel, USA und Saudis

    © REUTERS/ Rodi Said
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    Mit seinem Raketenschlag gegen die Terroristen in Deir ez-Zor am vergangenen Samstag hat der Iran nicht nur auf die jüngsten IS-Anschläge in Teheran geantwortet, sondern auch eine Botschaft an die „Sponsoren der Terroristen“ geschickt, wie der Berater des iranischen Außenministers, Hossein Sheikholeslam, in einem Interview mit Sputnik sagte.

    Die Terroristen hätten einen Anschlag auf zwei Symbole der Islamischen Republik versucht – die Demokratie (gemeint ist das Parlament – Anm. der Red.) und das Mausoleum des Imams Chomeini, des geistlichen Anführers der Islamischen Revolution, sagte der Diplomat. 

    Dank einer gut organisierten Kooperation mit den Koalitionsländern (Syrien, der Irak, Libanon und Russland) sei festgestellt worden, dass die Kommandozentrale der Terroristen gerade in der Provinz Deir ez-Zor liegt. „Es wurde die Entscheidung getroffen, sie zu vernichten“, so  Sheikholeslam. Bei entstehender Notwendigkeit könne Teheran den Einsatz wiederholen. 

    „Das ist eine Botschaft nicht nur an die Terroristen, sondern auch an ihre Sponsoren und Geldgeber – an Israel, die USA und die Monarchen-Dynastie von Saudi-Arabien, die faktisch (mit den Händen der Terroristen — Anm. der Red.) diverse Massentötungen in der Region verübt haben“, so der Diplomat. 

    „Das ist eine Botschaft an alle, die Böses in der Region getan haben und es weiter tun werden.“ 

    Die Terroristen sollten sich nicht einbilden, dass sie in einer Entfernung von hunderten Kilometern vom Iran in Sicherheit sind, sagte ein anderer Sprecher, der Militärexperte Shemshadi Hassan,  auf den die IS-Terroristen noch 2012 die Jagd erklärt hatten. „Wir werden sie niederschlagen“, sagte er. Mit diesem Raketenschlag habe der Iran gezeigt, dass er in Fragen seiner Sicherheit keinem nachgeben werde. Hassan zitierte den iranischen Oberbefehlshaber Ajatollah Ali Khamenei: „Wir sind nicht diejenigen, die diese Ohrfeige dulden werden. Wir sind diejenigen, die mit einer stärkeren Ohrfeige antworten werden.“ 

    Der Angriff sei nicht spontan gewesen, sondern abgestimmt worden. Teheran habe über die Aufklärung präzise Angaben bekommen, dass die Anführer der Terroristen, die in Teheran die Anschläge verübten, ihr Waffenlager und ihren Kommandopunkt gerade in Deir ez-Zor hätten. Das sei ein Kennzeichen für eine sehr hohe Kompetenz der Aufklärungsdienste, für gut abgestimmte Handlungen. 

    Laut dem Sprecher verlegen die Terroristen nach ihren Niederlagen an anderen Fronten ihre Kräfte nach Deir ez-Zor und bringen auch ihre Bewaffnung und Technik dorthin. Dabei lobte er, dass solch eine Präzision bei den Raketenschlägen durch die enge Zusammenarbeit mit anderen Ländern möglich geworden sei. 

    Am 7. Juni hatten mehrere Bewaffnete das Parlamentsgebäude in Teheran angegriffen. Ein Selbstmordattentat erschütterte auch das Chomeini-Mausoleum im Süden der iranischen Hauptstadt. Diesem Doppelanschlag fielen mehr als ein Dutzend Menschen zum Opfer.

    Der Iran hat Mittelstreckenraketen auf IS-Stützpunkte nahe des syrischen Deir ez-Zor abgefeuert und dabei zahlreiche Terroristen und deren Bewaffnung vernichtet. Das war der erste iranische Auslandseinsatz nach dem Ersten Golfkrieg zwischen dem Irak und dem Iran zwischen 1980 und 1988. 

     

    Tags:
    Botschaft, Vorwarnung, Terroristen, Rache, Raketenschlag, Saudi-Arabien, Israel, USA, Russland, Iran, Syrien