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13:45 20 Oktober 2019
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    Norwegens Verteidigungsminister, Ine Marie Eriksen Søreide (L) und US-Verteidigungsminister, Ashton Carter (R) (Archivbild)

    Norwegen wappnet sich zur Abwehr „russischer Aggression“

    © AFP 2019 / Jan-Morten Bjornbakk
    Politik
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    Norwegens Verteidigungsministerin Ine Marie Eriksen Søreide hat die Streitkräfte des Landes der potentiellen russischen Bedrohung angepasst, schreibt die norwegische Zeitung VG. Die meisten Kräfte sollen laut neuer Strategie vom Osten in den Norden Norwegens, hauptsächlich nach Finnmark, verlegt werden.

    In diesem Verwaltungsbezirk soll demnächst ein neues Bataillon aufgestellt werden, das mit Raketen und sonstigen Präzisionswaffen ausgestattet wird. Das Blatt erinnert daran, dass Finnmark am nächsten zu Russland gelegen ist.

    „Finnmark wird zu einem Gouvernement, wo eine beliebige russische Aggression in einen Krieg ausartet, weshalb die NATO vom Artikel 5 wird Gebrauch machen sollen. In diesem Fall werden wir eine Verstärkung von unseren Verbündeten abwarten“, schreibt der Autor.

    Ihm zufolge wird Finnmark auch deshalb verstärkt, weil es die einzige Stelle ist, wo Moskau Norwegen „überfallen“ könnte. Moskau werde möglicherweise versuchen, den Verteidigungsring um seine auf der Kola-Halbinsel stationierten strategischen Atomwaffen und somit um diesen Teil des Nordatlantiks zu schließen. „Aber dank dem neuen Bataillon wird Norwegen versuchen, dem Angreifer einen maximal hohen Schaden zuzufügen“, schreibt der Militärstratege.

    Zugleich wird im Artikel darauf hingewiesen, dass der Plan höchstwahrscheinlich am Widerstand von Öffentlichkeit und Politikern scheitern wird.

    Es sei daran erinnert, dass die Regierung Norwegens im vergangenen Jahr der Stationierung von 330 US-amerikanischen Marineinfanteristen im Land zugestimmt hatte. Russland zeigte sich erstaunt über die Entscheidung. Zudem hat Oslo mehrmals die Möglichkeit diskutiert, sich der europäischen Raketenabwehr anzuschließen.

     

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    Tags:
    Vorbereitungen, Aggression, Ine Marie Eriksen Søreide, Norwegen, Russland