16:43 27 Oktober 2020
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    In der Zentralafrikanischen Republik ist es nach Angaben der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) erneut zu schweren Auseinandersetzungen zwischen christlichen und muslimischen Gruppierungen gekommen, bei denen rund 100 Menschen ums Leben kamen.

    Die Kämpfe in der Stadt Bria dauern trotz der in der letzten Woche unterzeichneten Friedensvereinbarung in Rom an. Der Bürgermeister der Stadt, Maurice Balekouzou, sprach am Mittwoch von rund 100 getöteten Menschen, Dutzende weitere seien ins lokale Krankenhaus gebracht worden.

    Vertreter des Roten Kreuzes sagen, dass die Opferzahl erheblich steigen könne, da sie die Verletzten aufgrund des großen Sicherheitsrisikos nicht evakuieren könnten.

    „Derzeit wagt sich keiner, auf die Straßen zu gehen, da die Auseinandersetzungen jederzeit wieder entflammen können. Zeugen aus verschiedenen Bezirken der Stadt sagen, dass sie Dutzende Leichen überqueren mussten, die auf den Straßen der Stadt zurückgelassen wurden “, betonte der Sprecher des Roten Kreuzes Gildas Gbeni.

    Muslimische und christliche Gruppierungen kämpfen schon seit zweieinhalb Jahren in der Zentralafrikanischen Republik erbittert gegeneinander. Nach dem Sturz des Präsidenten, François Bozizé, und Amtseintritt von dem muslimischen Präsidenten, Michel Djotodia, hat sich die Lage in dem Land drastisch verschlechtert.

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    Tags:
    Konflikt, Religion, Kämpfe, Friedensvereinbarung, Auseinandersetzungen, Rotes Kreuz, Michel Djotodia, François Bozizé, Gildas Gbeni, Zentralafrikanische Republik, Afrika