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17:58 14 Oktober 2019
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    Ka-52K im Einsatz (Archivbild)

    „Schneiden USA Stück des ägyptischen Markts ab“: Russische Ka-52K für Kairo

    © Sputnik / Andrej Lusik
    Politik
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    Russland hat laut dem Chef des Föderalen Dienstes für militärtechnische Kooperation, Dmitri Schugajew, eine Ausschreibung zur Lieferung von bordgestützten Hubschraubern K-52K (Katran) an Ägypten gewonnen. Der Militärexperte Viktor Litowkin kommentiert gegenüber Radio Sputnik, was es damit auf sich hat.

    Der Hubschrauber Ks-52K (Katran) ist eine Modifikation des Hubschraubers Ka-52 Alligator, der als bordgestützte Version angepasst wurde. Die größte Besonderheit dieser Version ist das System, das das Zusammenlegen der Blätter ermöglicht, damit der Hubschrauber in den Hangar des Mistral-Schiffs untergebracht werden kann. Laut Schugajew wollen die Seiten die technische Gestalt der Hubschrauber abstimmen. Er betonte, dass diese Arbeit schwer und zäh sei.

    Wie der Militärexperte Oberst a.D. Viktor Litowkin gegenüber Sputnik betonte, ist der Erhalt der Ausschreibung durch Russland logisch – die Katran-Hubschrauber seien von Anfang an für die Stationierung auf den Schiffen dieser Klasse bestimmt gewesen.

    „Ägypten kaufte bei Frankreich die Hubschrauberträger Mistral, die für uns bestimmt waren. Für diese Hubschrauberträger sind Hubschrauber notwendig. Wir haben für die Mistral-Schiffe eine bordgestützte Version der Alligator-Hubschrauber entwickelt – Ka52K Katran. Da wurde das Gestell gestärkt und die Blätter können sich zusammenklappen, damit die Hubschrauber im Hangar untergebracht werden können u.a.“, sagte Litowkin.

    „Die Ägypter erklärten eine Ausschreibung für die Lieferung von Hubschraubern für ihre Hubschrauberträger. Russland hat diese Ausschreibung gewonnen. Das ist noch kein Vertrag, doch da die russischen Katran-Hubschrauber keine Konkurrenten haben, steht zu 95 Prozent fest, dass wir mit Ägypten einen Vertrag für die Lieferung dieser Hubschrauber abschließen werden“, so Litowkin ferner. „Wir werden also mit den Mistral-Schiffen verdienen, die die Franzosen so leichtsinnig unter Druck der USA sich weigerten, an uns zu liefern.“

    Die Hubschrauberlieferungen seien ein Teil einer großangelegten Rückkehr Russlands auf den ägyptischen Markt der Rüstungsaufträge.

    „Die Amerikaner machen als unsere Konkurrenten alles, um Russland zur Seite zu schieben und den Partnern eigene Technik aufzudrängen. Sie helfen der Rüstungsbranche der USA, Geld zu verdienen. Jetzt kehren wir nach Ägypten mit eigener Technik zurück“, so der Experte.

    „Wir werden nicht nur Hubschrauber, sondern auch Flugabwehrsysteme des Typs S-300, S-400, Tor, Buk liefern. Wir schneiden also von den USA ein großes Stück des ägyptischen Marktes ab. Das ist ein großer Erfolg unserer Rüstungsindustrie, Rosoboronexport, die aktiv auf dem Nahost-Markt arbeitet“, sagte Litowkin.

    Der Militärexperte hob dabei die einmaligen Kampfeigenschaften der Hubschrauber Ka-52 und Ka-52K hervor.

    Es sei ein Hubschrauber mit Gegenlauf-Schrauben. Er müsse also bei Kampfeinsatz keine Kurven zum Umdrehen machen, er könne sich einfach in der Achslinie umdrehen und Angriffe gegen jeden Gegner versetzen, der sich rechts, links, vorne oder hinten befindet. Er verfüge über starke Überschall-Raketen des Typs Wichr und Ataka, die jede Panzerung durchbrechen können sollen. Das sei eine sehr schreckliche Waffe, die weder die Amerikaner und Franzosen noch die Italiener und Deutschen hätten. „Ein einmaliger Hubschrauber, den nur wir haben – und jetzt auch die Ägypter“, so der Experte.

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    Tags:
    Lieferungen, Ka-52, Mistral, Viktor Litowkin, USA, Ägypten, Russland