13:49 31 März 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    13726
    Abonnieren

    Der SPD-Vorsitzende Martin Schulz hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, im Juli beim G20-Gipfel in Hamburg dem US-Präsidenten Donald Trump persönlich zu sagen, was Deutschland von den neuen antirussischen Sanktionen des US-Senats halte.

    „Wir haben gesehen, dass die USA einen energiepolitischen Kurs einschlagen haben, der gefährlich ist (…) und der sich vor allem gegen Deutschland richtet“, zitieren deutsche Medien den SPD-Chef.

    Ihm zufolge hatte Bundesaußenminister Sigmar Gabriel „klare Worte“ zu den neuen Sanktionen gegen Russland durch den US-Senat gefunden. Denen habe sich am Folgetag auch Merkel angeschlossen.

    „Ich hoffe, sie wird beim G20-Gipfel die Gelegenheit wahrnehmen, Herrn Trump die entsprechende Botschaft zu übermitteln“, so Schulz.

    Er betonte, dass die deutsche Energieversorgung auch von einer konstruktiven Zusammenarbeit mit Russland abhänge. „Man hat sehr wohl das Recht, die industriellen Interessen der Bundesrepublik Deutschland und Europas zu wahren und zu verteidigen“, sagte der SPD-Vorsitzende.

    Der US-Senat hatte in der vergangenen Woche neue Sanktionen gegen Russland gebilligt, sie sich auch gegen europäische Firmen richten können, die etwa beim Bau neuer Gas-Pipelines mit Russland kooperieren.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    WKO-Chef zu Sanktionen: Wirtschaft ist keine Waffe
    Gegenseitigkeitsprinzip: Moskau bereitet Antwort auf US-Sanktionen vor – Kreml
    Gazprom: US-Sanktionen schrecken Nord-Stream-2-Partner nicht ab
    „Anti-russische Besessenheit überbordend“ - Lawrow über neue US-Sanktionen
    Tags:
    Sanktionen, G20-Gipfel in Hamburg, Sigmar Gabriel, Donald Trump, Angela Merkel, Martin Schulz, Russland, USA, Berlin, Deutschland