08:40 21 August 2017
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    Der Französische Präsident Emmanuel Macron und Wladimir Putin

    Macron respektiert Putin und ist offen für Dialog - Medien

    © REUTERS/ Pool/Alexander Zemlianichenko
    Politik
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    Der französische Präsident Emmanuel Macron hat erklärt, dass er seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin respektiert und ihm bei den bilateralen Gesprächen in Paris seine Position hinsichtlich der Ukraine und Syrien offen dargelegt habe. Er bestätigte dies im Interview mit mehreren europäischen Zeitungen, darunter mit der spanischen „El Pais“.

    „Ich respektiere Wladimir Putin. Wir haben einen konstruktiven Meinungsaustausch geführt. Wir haben echte Meinungsunterschiede, insbesondere zur Ukraine, aber er hat gesehen, welche Position ich vertrete. Wir haben mit ihm lange unter vier Augen über internationale Probleme gesprochen, ebenso über den Schutz der gesellschaftlichen Organisationen, über die Freiheit in seinem Land“, sagte Macron den Journalisten.

     „Ich meine, man muss es meinen Gesprächspartnern fest sagen, aber zuerst unter vier Augen. Jetzt haben wir mit Wladimir Putin das Thema Ukraine, auch Syrien“, so der französische Staatschef.

    Macron verwies darauf, dass Russland ebenfalls ein Opfer des Terrorismus geworden sei. „Ich denke nicht, dass es eine unbedingte Freundschaft mit (dem syrischen Präsidenten – Anm. d. Red.) Baschar al-Assad gibt. Es (Russland – Anm. d. Red.) hat zwei unüberwindliche Wünsche: den Terrorismus zu bekämpfen und keinen Zerfall des Staates zuzulassen … Über eine lange Zeit waren wir ‚blockiert‘ durch die Persönlichkeit Baschar al-Assads. Aber Baschar ist nicht unser Feind – er ist der Feind des syrischen Volkes“, meinte Frankreichs Staatschef.

    Der französische Präsident ist der Ansicht, dass es Putin um die „Wiedergeburt des großen Russlands“ gehe, da dies seines Erachtens „die Bedingung für das Überleben des Landes“ sei. „Ob er will, dass wir schwach werden und verschwinden? Das denke ich nicht. Wladimir Putin hat eine eigene Sicht der Welt. Er meint, dass Syrien die Hauptfrage gutnachbarlicher Beziehungen für ihn sei. Was können wir tun? Gemeinsam im Kampf gegen den Terrorismus in Syrien arbeiten und einen realen Ausweg aus der Krise finden. Ich denke, das ist machbar. Ich werde weiterhin ein fordernder Gesprächspartner in Sachen der Menschen- und Grundrechte sein“, erklärte Macron.

    Der französische Präsident und sein russischer Amtskollege waren am 29. Mai in Paris zu Gesprächen zusammengetroffen.

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    Tags:
    Respekt, Dialog, Wladimir Putin, Emmanuel Macron, Russland, Frankreich
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