01:57 05 Dezember 2020
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    Trotz der Beteuerungen, die USA wollen nicht im Sumpf des Syrien-Kriegs versinken, zeugen die sich in letzter Zeit anhäufenden Vorfälle vom Gegenteil, schreibt „The New York Times“. Die Vereinigten Staaten lassen sich immer stärker in den Konflikt einbeziehen und haben dabei keine Strategie für die Zukunft.

    Allein in diesem Monat haben die USA einen syrischen Kampfjet abgeschossen und beinahe einen zweiten vernichtet, stellt das Blatt fest. Darüber hinaus schossen sie zwei iranische Drohnen ab, die sich den von den USA unterstützten Kräften angenähert hatten. In Erwiderung darauf drohte Russland damit, US-Flugzeuge als Ziele zu betrachten. Der Konflikt habe seine Entwicklung erfahren, als ein russischer Kampfjet in einer 1,5-Meter-Entfernung von einem amerikanischen Aufklärungsflugzeug ein Manöver ausführte.

    US-Panzerkraftwagen als Militärunterstützung den Kurden
    © AFP 2020 / Delil Souleiman

    Als Präsident Barack Obama vor drei Jahren Luftangriffe gegen IS-Stellungen in Syrien gut geheißen hatte, erschienen Pentagons Anweisungen klar: den IS mit Hilfe einer Allianz mit der syrischen Opposition zerschlagen, ohne dabei der im Kampf gegen Präsident Baschar al-Assad zu unterstützen, führt die Zeitung weiter aus. In den vergangenen Jahren hatten das Pentagon und seine Verbündeten keine Berührungspunkte mit den Regierungskräften Syriens sowie den Kräften Russlands und des Irans, die Assad unterstützen. Jetzt aber operieren alle Konfliktteilnehmer auf einem viel engeren Territorium und kollidieren immer häufiger nicht nur mit dem gemeinsamen Feind, sondern auch miteinander.

    Die US-Militärbeamten erklären weiterhin, dass die jüngsten Vorfälle nicht von einer Änderung der US-Rolle in Syrien zeugten, sondern nur Akte der Selbstverteidigung seien. In privaten Gesprächen räumen die Offiziellen jedoch ein, dass es ihnen zunehmend schwer fällt, auf dem engen Fleckchen zu den Kräften Assads Distanz zu halten, von Russland und dem Iran ganz zu schweigen, so die Zeitung.

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    Tags:
    Risiken, Militärhilfe, Opposition, Einsatz, Terrormiliz Daesh, Baschar al-Assad, Iran, Russland, Syrien, USA