16:03 15 Dezember 2018
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    Die Crew eines US-Spionageflugzeugs vom Typ P-8 PoseidonUS-Spionageflugzeug vom Typ P-8 Poseidon

    Massenflug vor russischer Grenze: General klärt über Ziele der Nato-Spione auf

    © REUTERS / Tyler R. Fraser/U.S. Navy © Foto : US Navy / Anthony Petry
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    In der vergangenen Woche haben russische Abfangjäger Medienberichten zufolge 14 Mal aufsteigen müssen, um Spionageflugzeuge der USA und anderer Staaten vor der Grenze abzufangen. Der ehemalige Militärflieger Wladimir Popow erklärt nun, wozu solche Aufklärungsflüge eigentlich nötig sind.

    „Frühjahr und Sommer sind immer eine heiße Zeit für die Arbeit mit ausländischen Luftzielen“, sagte Popow, Generalmajor i.R., in einem Sputnik-Gespräch. In dieser Zeit fänden traditionell sehr viele Militärübungen statt, zu denen auch Aufklärungsflüge gehörten. Die Nato übe jetzt „fast ununterbrochen an der Ostsee “.

    Spionageflugzeuge verfolgen bei ihren Grenzflügen laut dem General ganz konkrete Ziele. „Sie spionieren Frequenzen des Funkverkehrs, der Radare und Erkennungssysteme aus oder wie schnell die Signale übertragen werden.“ Diese Informationen wären bei der Angriffsplanung nützlich, um etwa den Funkverkehr mit Störsignalen lahmzulegen oder Radaren zu entgehen.

    Nähere sich ein fremdes Flugzeug der Grenze, würde es nicht unbedingt abgefangen, betonte der General. „In den meisten Fällen geht es um ein Begleiten der Luftziele, sprich Flugzeuge, die unzulässig nah an die Grenzen des Landes kommen oder sogar — entgegen dem Völkerrecht — in die Wirtschaftszone Russlands eindringen.“

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    NATO, Russland