18:32 18 November 2019
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    Diktatoren, Terroristen und Irrsinnige – Trump baut eigene „Achse des Bösen“

    © AFP 2019 / Jung Yeon-Je
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    Jeder der letzten US-Präsidenten hat seine eigene „Achse des Bösen“ gehabt und seine eigenen Methoden dagegen eingesetzt. Bei jedem im Weißen Haus hat das zu nichts Gutem beigetragen, schreibt Geworg Mirsajan, Politologe von der Finanzuniversität der Regierung der Russischen Föderation, in einem Sputnik-Beitrag am Montag.

    George W. Bush bezeichnete mit dem Begriff der „Achse des Bösen“ den Iran, den Irak und Nordkorea. Seine Methode, um diese „Achse“ zu bekämpfen, habe zu einer Expansion des Iran im Nahen Osten sowie zu den Atomwaffentests Nordkoreas geführt, stellt Mirsajan fest. Obamas „Achse“ sei die Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS), Russland und das Ebola-Virus geworden. 

    „Die Krankheit ging von allein weg, die Islamisten eroberten und kontrollierten erfolgreich einen Teil Syriens und des Irak und der Druck auf Russland führte zu einer Schwächung der Positionen der USA im Nahen Osten und in Ostasien sowie zu einer für die US-Interessen gefährlichen Stärkung Chinas“, erinnert Mirsajan. 

    Donald Trump, der versprochen hat, sich mit den inneren Problemen der USA zu befassen, habe auch seine eigene „Achse des Bösen“. Die bestehe aus der „kubanischen Diktatur“, „iranischen Terroristen“ und den „nordkoreanischen Irrsinnigen“. Sie alle gefährden laut dem neuen US-Präsidenten die Sicherheit des Landes. Das Problem liege jedoch darin, so der Experte, dass Trump wie auch alle seinen Vorgänger, diese „Achse“ nicht bekämpfen kann. Er würde mit seinen Handlungen nur die Drittländer stärker machen. Wenn Vorvorgänger Bush den Iran „gestärkt“ habe und Obama China, dann werde Trump einen Gefallen demjenigen Staat tun, dessen Agent er laut einigen Personen sei – und zwar Russland, meint Mirsajan.

     

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    Tags:
    Terroristen, Diktatur, Achse des Bösen, Stärkung, George W.Bush, Barack Obama, Donald Trump, Kuba, Iran, Nordkorea, China, Russland, USA