12:01 21 Januar 2020
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    Mitten in der Krim-Krise vor drei Jahren soll Russland aus der US-Notenbank Fed 115 Milliarden Dollar abgezogen haben – allerdings nur kurzzeitig. Dies meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf namentlich nicht genannte Vertreter des amerikanischen Finanzministeriums und der Fed.

    Nach der Verhängung der amerikanischen Sanktionen im März 2014 seien die ausländischen Bestände bei der Fed um 115 Milliarden Dollar geschrumpft. Laut Offiziellen aus der Notenbank und dem Finanzministerium zog die russische Zentralbank ihre Aktiva ab — aus Angst, dass diese gesperrt werden könnten.

    Nach rund zwei Wochen sei das Gros der Gelder auf das russische Fed-Konto zurückgekehrt, weil dieses nicht unter Sanktionen gefallen sei. Aber der Vorfall habe die amerikanischen Beamten zu mehr Aufmerksamkeit bei der Überwachung der Konten veranlasst, hieß es. Eine Bestätigung von russischer Seite liegt nicht vor.

    Die Krim war im März 2014  – nach gut zwei Jahrzehnten in der unabhängigen Ukraine – wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Halbinsel in einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte.

    Rund einen Monat zuvor war es in der ukrainischen Hauptstadt Kiew zu einem nationalistischen Umsturz gekommen. Die Regierung in Kiew betrachtet die Krim weiterhin als ihr eigenes Hoheitsgebiet und setzt die dortige Bevölkerung mit Sanktionen und Blockade unter Druck. Nach dem Beitritt der Halbinsel zu Russland verhängten die USA und auf ihr Drängen die EU-Staaten politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland.

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