05:12 23 Januar 2018
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    Drogen (Symbolbild)

    Schuld an steigendem Drogenhandel liegt bei USA - Präsident Boliviens

    © AP Photo/ Arnulfo Franco
    Politik
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    Die USA mischen sich laut dem Präsidenten Boliviens, Evo Morales, unter dem Deckmantel eines Anti-Drogen-Kampfes in die Angelegenheiten anderer Staaten ein. Dies führe jedoch nur zum Anstieg des Drogenhandels, schrieb Morales in seinem offiziellen Twitter-Account.

    Aus der Sicht von Morales ist der Drogenhandel gerade wegen neoliberaler Regierungen und Militärdiktaturen gewachsen, zu denen es mit Hilfe der USA gekommen sei.

    „Dort, wo es die DEA (Drug Enforcement Administration, US-Drogenbekämpfungsbehörde – Anm. d. Red.) und US-Militärbasen gibt, gibt es immer mehr Drogenhandel, Kriminalität, illegale Bereicherung, korrupte Eliten und Verräter“, so Morales via Twitter am Montag.

    ​Die Vereinigten Staaten mischen sich in die Angelegenheiten anderer Länder unter dem Deckmantel eines Anti-Drogen-Kampfes ein, aber unternehmen nichts, um den Drogenkonsum unter der eigenen Bevölkerung zu senken, so Präsident Boliviens weiter.

    „Von was für einer Moral lassen sich die USA leiten, wenn sie andere Länder prüfen? Ihr eigener Drogenkonsum beträgt ja 1,6 Prozent, während der weltweite Durchschnitt bei 0,4 Prozent liegt“, betonte Morales.

    ​Der 26. Juni ist Internationaler Tag gegen Drogenmissbrauch und unerlaubten Suchtstoffverkehr, auch „Weltdrogentag“ genannt. An diesem Tag im Jahr 1987 hatte die Internationale Konferenz über illegalen Drogenhandel ein Konzept für Maßnahmen zur Bekämpfung des Drogenmissbrauchs verabschiedet.

    Tags:
    Militärbasen, Einmischung, Drogenhandel, US-Drogenvollzugsbehörde DEA, Evo Morales, Bolivien, USA