00:49 10 Dezember 2019
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    Die politische Beraterin des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, Bouthaina Shaaban (Archivbild)

    Wozu nützt Erschöpfungskrieg den USA? – Assad-Beraterin

    © AP Photo / Diaa Hadid
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    Die politische Beraterin des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, Bouthaina Shaaban, hat im Interview mit der „Financial Times“ (FT) erläutert, warum die USA nicht an einem Ende des Krieges in Syrien interessiert seien.

    „Einer der wichtigsten Berater des Präsidenten Baschar Assad hat bestätigt, dass seine Regierung den Kurs auf die Wiederherstellung der völligen Kontrolle über das vom Krieg zerrissene Syrien hält. Zudem wirft die Beraterin den USA vor, einen Krieg zur Erschöpfung des Gegners zu führen“, berichtet Journalistin Erika Solomon in der „Financial Times“.

    Wie Shaaban im Gespräch mit FT erläutert, wollen die USA den syrischen Konflikt nicht beenden, sondern den Krieg gegen das syrische Volk und die syrische Armee zur Ermüdung des Gegners führen. „Wir glauben an uns, wir sind hier. Niemand wird uns ausrotten“, betonte sie.

    Zum Abschuss eines syrischen Flugzeugs sagte sie: „Wie rechtfertigen sie dies vor ihrem Volk und der Welt? Dies schickt die USA in ein Lager mit Terroristen – weil die Vernichtung des syrischen Flugzeugs nur für Terroristen vorteilhaft ist“.

    „Shaaban dementierte die Mitteilungen, dass das abgeschossene syrische Flugzeug Angriffe zu nahe zu den kurdischen Truppen flog und sagte, dass syrische Flugzeuge ihre Missionen mit Russland koordinieren, das einen direkten Kommunikationskanal mit den US-Truppen zu Verhinderung von Vorfällen hatte (der inzwischen geschlossen wurde)“, heißt es im FT-Bericht weiter.

    Laut der Präsidentenberaterin wollen die syrischen Truppen, die die Gebiete bis zur irakischen Grenze zurückerobert haben, die Straße zwischen Damaskus und Bagdad einnehmen, um den syrisch-irakischen Handel wiederzubeleben.

    „Es ist absolut inakzeptabel, dass die USA jede Kontakte und einen direkten geografischen Kontakt zwischen Syrien und dem Irak verhindern wollen. Das ist wirtschaftlich notwendig für unser Volk“, betonte Shaaban.

    Zudem lehne sie die Idee über eine dezentralisierte Regierung in Nachkriegssyrien ab, die sowohl von der syrischen Opposition als auch von Kurden unterstützt wird, schreibt Solomon.

    „Wir nahmen an diesem Krieg teil, um jene zu sein, die über das Schicksal Syriens in der Zukunft entscheiden. Wir werden niemandem erlauben, uns etwas aufzudrängen“, so Shaaban. Ihr zufolge sind die Positionen der Regierung stark. Zugleich räumte sie ein, dass der Kampf noch nicht beendet ist. Am Tag ihres Interviews für die „Financial Times” flogen Aufständische Raketenangriffe gegen Damaskus.

    „Dieser letzte Tag ist wohl noch in weiter Ferne“, sagte sie über den Sieg Assads. „Doch das Leben wird weitergehen und wir werden weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, um ein normales Leben in unseren Städten und Dörfern wiederherzustellen“, sagte sie.

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    Tags:
    Außenpolitik, Interview, Krieg, Baschar al-Assad, Bouthaina Shaaban, USA, Syrien