08:33 15 November 2019
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    Crew eines US-Lufttankers im Einsatz

    Russlands Luftwaffe treibt US-Piloten ins Burn-out

    © Foto: U.S. Marine Corps/Capt. Staci Reidinger
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    Weil syrische und russische Kampfjets den Himmel über Syrien schützen, kriegen die Crews von US-Tankern die Hosen voll und dazu noch Depressionen. Ihr General hat kürzlich im Fachblatt „Military“ gefordert, entschieden dagegen vorzugehen – auch wenn das den Weltfrieden vollends zerreißen könnte, wie die Zeitung „Wsgljad“ berichtet.

    „Wir versuchen in Syrien, zu deeskalieren. Wir sind hier, um gegen den IS zu kämpfen“, beschwor Charles Corcoran, General der US-Luftwaffe, jüngst im Interview mit dem Fachblatt. Zugleich warnte der „edle Ritter“: „Wir werden unsere Flugzeuge vor den Flugzeugen der syrischen Regierungskräfte schützen.“

    Der US-General Corcoran befehligt eine Flotte von Lufttankern, Transportmaschinen und AWACS-Jets, stationiert in den Vereinten Arabischen Emiraten. Diese Maschinen sind in der Luft Jagdflugzeugen hoffnungslos ausgeliefert. Und daher kommt auch die Warnung des Generals: Seine Männer in den Tankflugzeugen hätten Angst und würden die nervenaufreibenden Arbeitsbedingungen an Bord der Maschinen bemängeln.

    Schuld daran hat laut dem General natürlich der Russe. Dieser düse nämlich im Himmel über Syrien herum, wie es ihm passe, weil er die US-Flugzeuge auf seinem Radarschirm nicht erkenne, sagte der General dem „Wall Street Journal“. Der Russe lebt ja bekanntlich in der Steinzeit und weiß es nicht besser, als ganz nah an die Tanker des Generals heranzufliegen, um sich mit Gesten zu verständigen.

    „Wir wissen nicht, was sie sehen und was nicht. Wir wollen einfach nicht, dass sie in uns hineinkrachen“, sagte Corcoran dem Blatt. Die Russen würden nämlich einfach auf die US-Flugzeuge zusteuern und von ihrem Kurs nicht abweichen, weswegen seine Jungs ausweichen müssten.

    Für die Jungs bedeute dieses Verhalten vor allem eins: Stress, Überforderung. So geht es ja nicht weiter. Aber die Untergebenen des Generals wissen auch schon eine Lösung, wie Corcoran der Zeitschrift „Military“ sagte: US-Jäger sollen den Russen zeigen, wo der Hammer hängt. Die Crews seiner Tankflugzeuge fordern jedenfalls schon lange, dass endlich geschossen werde.

    Die Vereinbarung zwischen Russland und den USA über die Vermeidung von Zwischenfällen in Syrien gefalle ihm deshalb überhaupt nicht, verlautete er über das Fachblatt.

    Nun ist die psychische Gesundheit US-amerikanischer Flugzeugcrews zweifellos wichtig, doch würden hier Urlaub und vor allem ein Psychologe sicherlich mehr helfen, als fremde Flugzeuge im fremden Himmel abzuschießen, rät die Zeitung „Wsgljad“.

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    Tags:
    Depression, Piloten, Luftwaffe, Lufteinsatz, US Air Force USAF, Syrien, USA, Russland