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    Katars Außenminister Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al-Thani in Moskau

    Katars Außenminister wäscht russische Hacker rein

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    Russische Hacker sind an dem Cyber-Angriff auf die Webseite der staatlichen katarischen Nachrichtenagentur von Ende Mai, der letztlich eine diplomatische Krise zwischen Katar und anderen Ländern der Region auslöste, nicht beteiligt gewesen. Dies sagte der katarische Außenminister, Scheich Mohammed bin Abdulrahman al Thani, gegenüber CBS News.

    „Wir haben die Information erhalten, dass es nicht russische Hacker waren“, so der Außenminister. Dabei betonte er, zu diesem Ergebnis sei das FBI gekommen, das ebenso zu dem Cyber-Angriff auf die staatliche Nachrichtenagentur Katars „Qatar News Agency“ ermittelt.

    Al Tani zufolge könnten Staaten aus dem Nahen Osten, die Katar boykottieren, hinter dieser Attacke stehen. Derweil werde eine Klage gegen diese vorbereitet. Katar werde die Staaten nicht aufzählen, bis die eigene Ermittlungen beendet werden. Das FBI sah von einem Kommentar bezüglich der veröffentlichten Angaben ab.

    Zuvor hatte der Sender CNN unter Berufung auf US-Beamte berichtet, russische Hacker hätten die staatliche Nachrichtenagentur in Katar geknackt und von dort aus Fake-News-Berichte veröffentlicht, was Spannungen zwischen den USA und ihren Verbündeten wie Saudi-Arabien schüren sollte.

    In einer angeblich gefälschten Meldung soll sich die katarische Führung positiv über Iran und Israel geäußert haben. Es soll in dem Bericht außerdem in Frage gestellt worden sein, ob sich US-Präsident Donald Trump im Amt halten könne.

    Der Inhalt der Falschmeldung soll Saudi-Arabien und weitere arabische Staaten dazu bewogen haben, die diplomatischen Beziehungen mit Katar auf Eis zu legen.

    Die US-Bundespolizei FBI habe damals ein Ermittlungsteam nach Doha geschickt, um Katar bei der Untersuchung der vermutlichen Hacks zu unterstützen.

    Eine Frau in Qatar
    © AP Photo / Kamran Jebreili

    Dabei wies Russland alle Anschuldigungen zurück. Die US-Anschuldigungen einer angeblichen Verwicklung von russischen IT-Profis in die Situation rund um Katar sind laut dem Sonderbeauftragten des russischen Präsidenten für Cyber-Sicherheit, Andrej Krutskich, banal und grundlos.

    Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten am 5. Juni den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Katar verkündet. Sie werfen Doha vor, Terrororganisationen zu unterstützen und den Nahen Osten zu destabilisieren. Später brachen auch der Jemen, Libyen, die Malediven, Mauritius und Mauretanien die Beziehungen zu Katar ab. Auch Dschibuti, ein afrikanischer Staat, berichtete von der Herabstufung der diplomatischen Beziehungen. Senegal hat seinen Botschafter aus Katar abberufen.

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    Hacker, Hackerangriff, Beziehungen, Krise, FBI, Russland, USA, Libyen, Saudi-Arabien, Katar