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03:09 21 September 2019
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    Sendezeit-Rekord: Analyse zeigt „Russland-Besessenheit“ im US-Fernsehen

    © Flickr/ Jonathan
    Politik
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    Die US-Fernsehsender ABC, NBC und CBS widmen den Ermittlungen zu der angeblichen russischen Einmischung in den US-Wahlkampf dreimal so viel Sendezeit wie allen anderen wichtigen Themen zusammen. Dies ergab eine Analyse des US-Unternehmens Media Research Center (MRC).

    MRC untersuchte die abendlichen Nachrichtensendungen im Zeitraum vom 17. bis zum 20. Juni. In dieser Zeit hätten ABC, NBC und CBS den Russland-Ermittlungen insgesamt 353 Minuten ihrer Sendezeit gewidmet.

    Zum Vergleich: Das Thema Erderwärmung bekam 47 Minuten Sendezeit, die Terrorbekämpfung 29 Minuten und der Krankenversicherungs-Reform wurden 17 Minuten eingeräumt.

    Die klaren „Outsider“ waren demnach solche für die USA wichtigen Themen wie der Zustand der Wirtschaft und des Arbeitsmarkts, die neue Kuba-Politik und der internationale Handel  – alle bekamen je fünf Minuten Sendezeit. Beim Thema Krieg in Afghanistan waren es vier Minuten, bei der Wiederherstellung der amerikanischen Infrastruktur drei Minuten. Auf dem letzten Platz landete das Thema Steuerreform – mit nur einer Minute Sendezeit.

    Wie die Analyse außerdem zeigt, widmet der TV-Sender CNN fast seine ganze Sendezeit der Kritik an US-Präsident Donald Trump, und zwar 92 Prozent. Dabei hätten führende Moderatoren und Kommentatoren von CNN fast ohne Ausnahme negativ über Trump berichtet.

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