15:01 20 Juli 2018
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    Plakat mit dem Baschar al-Assads Porträt in Aleppo

    Chemiewaffen: USA erheben neue Vorwürfe gegen Assad

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    Politik
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    Das US-Außenministerium hat neue Vorwürfe gegen die syrische Regierung im Zusammenhang mit Chemiewaffen erhoben. Eine entsprechende Erklärung erschien auf der offiziellen Seite der Behörde.

    Am Donnerstag hatte die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) einen Bericht veröffentlicht, der beweisen soll, dass am 4. April 2017 im syrischen Khan Scheichun tatsächlich Chemiewaffen eingesetzt worden waren.

    „Diese Tatsachen spiegeln die niederträchtige und höchst gefährliche Praxis des Chemiewaffeneinsatzes durch die Regime von Assad wider“, heißt es in der Erklärung. Syrien komme seinen Verpflichtungen im Rahmen der Chemiewaffenkonvention nicht nach, weil es „andauernd Chemiewaffen einsetze“ und diese nicht völlig vernichtet habe.

    Am 4. April 2017 hatte es einen Giftgas-Angriff in der syrischen Provinz Idlib gegeben. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte kamen insgesamt 86 Menschen ums Leben.

    Die USA gaben daraufhin der syrischen Regierung die Schuld für die Attacke und griffen als Vergeltung den syrischen Luftstützpunkt Schairat mit Tomohawk-Raketen an. Der Luftangriff wurde von US-Präsident Donald Trump persönlich befohlen.

    Am vergangenen Dienstag erklärte das Weiße Haus, es verfüge über Informationen, wonach Assad einen neuen Angriff vorbereite. Washington drohte dabei, Assad und seine Militärs würden einen „hohen Preis“ zahlen, sollte es wirklich zu einem Giftgas-Angriff kommen.

     

     

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    Tags:
    Angriff, Chemiewaffen, Baschar al-Assad, Syrien, USA
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