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14:17 21 Oktober 2019
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    Migranten in Russland

    Russlands Innenministerium will Migranten nach Fernost schicken

    © Sputnik / Pavel Lisitsin
    Politik
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    Das russische Innenministerium hat ein neues Konzept der Migrationspolitik für die Jahre 2018 bis 2020 vorgelegt, das eine „Umleitung“ von Migrantenströmen aus Zentralrussland in den Fernen Osten vorsieht. Dies teilt am Freitag die Zeitung „Kommersant“ mit.

    Obwohl es bereits ein Konzept gebe, das 2012 angenommen wurde und bis 2025 gelten soll, habe das Innenministerium beschlossen, wegen „der politischen Instabilität in verschiedenen Teilen der Welt“ sowie der Notwendigkeit, Fremdenfeindlichkeit zu bekämpfen, Änderungen vorzunehmen.

    Nach Angaben der Behörde hat sich die Zahl der Migranten in Russland im Vergleich zu den Jahren 2007 bis 2011 verdoppelt.

    In diesem Zusammenhang schlägt das Innenministerium vor, Bedingungen zu schaffen, um Migranten zum Umzug in strategisch wichtige Grenzgebiete zu bewegen, in denen es Arbeitskräftemangel gebe. Vor allem gehe es um den Fernen Osten und die Baikal-Region.

    Es sei auch vorgeschlagen worden, die Migration von Studenten und Akademikern zu fördern, sowie das System der Erteilung von Aufenthaltsgenehmigungen und Staatsbürgerschaft zu ändern. Zudem soll das Umzugsgeld auf eine Million Rubel (umgerechnet etwa 15.000 Euro) angehoben werden.

    Zur Integration von Migranten sind laut dem Konzept Informationszentren und Zentren für rechtliche Hilfe nötig sowie Kurse der russischen Sprache, Geschichte und Kultur.

    Jedoch ist laut „Kommersant“ bislang nicht klar, welche staatliche Behörde die Integration von Migranten übernehmen soll.

     

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    Tags:
    Migranten, Fernost, Russland