16:09 26 September 2020
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    Pentagon-Chef James Mattis hat bei einer Pressekonferenz der Verteidigungsminister der Nato-Länder in Brüssel eingeräumt, dass er den schnellen Abzug der US-Truppen aus Afghanistan bereut. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hält die Entscheidung aber immer noch für richtig, berichtet der TV-Sender BBC.

    Im Jahr 2011 belief sich der US-Kontingent in Afghanistan auf 130.000 Soldaten. Ende 2014 hat der Großteil der Kräfte der Allianz das Land verlassen. Mattis äußerte nun, dass der Abzug aber zu schnell vonstattengegangen sei.

    Chevron von Bundeswehr-Einsatzkräften in Afghanistan
    © AFP 2020 / Wakil Kohsar
    Derzeit sind in Afghanistan noch rund 8400 US-Militärs stationiert, die im Rahmen der Mission „Resolute Support“ unter anderem die afghanischen Regierungskräfte ausbilden und beraten. Insgesamt unterstützen etwa 13.500 Nato-Soldaten diese Operation.

    Medienangaben zufolge plant das Pentagon angesichts der Verschärfung der Lage in Afghanistan und des wachsenden Einflusses der radikalislamischen Taliban, seine dort stationierten Truppen erneut mit 3000 bis 5000 Mann zu verstärken.

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    Tags:
    Verstärkung, Operation, Aufstockung, Soldaten, Entscheidung, Truppenabzug, Taliban, NATO, Jens Stoltenberg, James Mattis, Brüssel, Afghanistan, USA