12:38 10 Juli 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    2363
    Abonnieren

    Die Vorwürfe des ukrainischen Geheimdienstes (SBU) gegen Russland, hinter den Attacken des Erpresservirus Petya zu stehen, sind laut dem stellvertretenden Vorsitzenden des Komitees für Informationspolitik der Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus), Wadim Dengin, ein erneutes Fake, auf das man nicht reagieren sollte.

    Die Ukrainer glauben anscheinend, dass man in Russlands nicht anderes zu tun habe, außer „das große Regime Poroschenkos“ anzugreifen“, so der Abgeordnete ironisch. Dengin ist nach eigenen Worten davon überzeugt, dass die Schlussfolgerungen des SBU nicht auf Fakten beruhen, wie „die meisten Schlussfolgerungen, die die Regierung des (ukrainischen Präsidenten Petro – Anm. d. Red.) Poroschenko zieht“.

    Der Abgeordnete der Staatsduma schlug dem ukrainischen Staatschef stattdessen vor, „den Splitter im eigenen Auge zu suchen“, zumal die modernen Technologien dies erlaubten.

    Nach dem WannaCry hatte Ende Juni nun die neue Erpresser-Software „Petya“ Ölfirmen, Mobilfunkanbieter und Geldhäuser angegriffen, zunächst in Russland und in der Ukraine. Später meldeten auch Konzerne in Polen, den USA, Frankreich und Dänemark, von dem Virus attackiert worden zu sein. Dabei ist Petya in Fachkreisen kein Unbekannter: Modifikationen dieses Virus seien früher schon aufgetaucht, sagen IT-Experten.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Petya-Virus legt Kernkraftwerk Tschernobyl lahm
    Rückkehr von Petya: Hacker greifen nun Firmen in EU an
    Ist Raub-Trojaner Petya „gebürtiger“ Russe? Viren-Experte klärt auf
    Trojaner WannaCry hat Wurzeln in China, Taiwan und Singapur
    Tags:
    Fakten, Erpressung, Virus, Anschuldigungen, Fakes, Hackerangriff, Staatsduma, Wadim Dengin, Russland, Ukraine