08:39 15 November 2019
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    Amerikaner zu präzedenzlosen militärischen Handlungen in Syrien bereit – Experte

    © REUTERS / U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 3rd Class Danny Kelley
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    Die USA haben Schiffe und Kampfjets vor dem syrischen Luftstützpunkt Schairat zusammengezogen, mit dem Ziel, diesen eventuell anzugreifen, berichtet CNN unter Berufung auf anonyme Quellen. Vor diesem Hintergrund warnte Professor Alexander Gusew in einem Sputnik-Interview vor neuen Provokationen.

    Zwar habe sich der TV-Sender CNN mehrmals diskreditiert, diesmal könne die Information allerdings wahr sein, sagte der Direktor des Instituts für strategische Planung, Doktor der Rechts- und Staatswissenschaften, Professor Alexander Gusew.

    „Man sollte diesmal jedoch aus meiner Sicht die CNN-Information aufmerksam wahrnehmen. Im Grunde genommen befindet sich derzeit im Mittelmeer eine ziemlich ernstzunehmende Gruppe der US-Marine, bestehend aus dem Flugzeugträger USS George H. W. Bush, zwei Fregatten, zwei Kreuzern, und ihre Tomahawk-Raketen sind auf den Luftstützpunkt Schairat gerichtet“, betonte Gusew.

    Nach CNN-Angaben beobachten die USA den Stützpunkt rund um die Uhr. In Washington glaube man, dass von dort aus eine neue Chemieattacke durchgeführt werden könne, auf welche das Weiße Haus zu reagieren versprochen habe. Wie der Sender einräumt, seien aktuell allerdings keine verdächtigen Aktivitäten auf dem Luftwaffenstützpunkt Schairat festzustellen. Das Weiße Haus sei zu den Androhungen, so CNN weiter, durch das angebliche Verlegen von Flugzeugen und Chemiestoff-Behältern auf den Stützpunkt veranlasst worden.

    Satellitenbild vom syrischen Militärflugplatz Schairat nach dem Raketenangriff der USA, April 2017
    © REUTERS / DigitalGlobe/ Courtesy U.S. Department of Defense
    In dieser Situation erinnerte der russische Experte an den 7. April, an dem die USA als Vergeltung für eine angebliche C-Waffenattacke in der Provinz Idlib den syrischen Luftstützpunkt Schairat mit Tomahawk-Raketen angriffen hatten. „Es ist aber absolut klar, selbst für die Amerikaner, dass (der syrische Präsident – Anm. d. Red.) Baschar Assad keine Chemiewaffen anwendete. Natürlich war das eine Provokation. Das kann auch jetzt passieren“, warnte Gusew.

    „Und in dieser Situation können sich die Amerikaner zu beispiellosen Handlungen entscheiden“, so der Experte. Und dies könne dann zu einer äußerst ernsthaften Eskalation des Konfliktes in Syrien führen.

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    Konflikt, Eskalation, Luftstützpunkt, Angriff, Chemiewaffen, Fregatte, Flugzeugträger, Tomahawk-Rakete, George H. W. Bush, CNN, Mittelmeer, Schairat, USA