15:33 30 Oktober 2020
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    Die Widersprüche auf dem europäischen Kontinent bringen das Ziel eines „Gemeinsamen Hauses“ nicht näher, äußerte der russische Premierminister Dmitri Medwedew während des europäischen Staatsakts für Helmut Kohl in Straßburg.

    „Die Berliner Mauer ist längst in Souvenirs zerlegt worden, doch ihre ideologischen Reste sind in der ganzen Welt verteilt“, sagte er. „Man muss eingestehen, dass wir aufgrund unserer Widersprüche heute leider ziemlich weit entfernt von einem gemeinsamen Haus als Traum sind.“

    Dennoch bleibe das gemeinsame Ziel: ein einheitliches, sicheres und glückliches Europa.

    „Helmut Kohl hat in schwierigeren Zeiten als denen, in denen wir heute leben, bewiesen, dass dieses Ziel erreichbar ist.“

    Für den Altkanzler sei Russland Bestandteil eines vereinten Europas gewesen, für das er sich einsetzte. Unter Kohl seien die deutsch-russischen Beziehungen so gut wie nie gewesen, fügte Medwedew hinzu. 

    Der Ex-Bundeskanzler Deutschlands (1982 – 1998) Helmut Kohl ist am 16. Juni in seinem Haus in Ludwigshafen gestorben. Er war 87 Jahre alt. Er wurde „Vater der Wiedervereinigung Deutschlands“ und „Kanzler der Einheit“ genannt. Kohl war einer der einflussreichsten deutschen und europäischen Politiker, einer der Architekten des vereinigten Europas nach dem Ende des Kalten Krieges. Die Wiedervereinigung von West- und Ostdeutschland wird als historischer Verdienst von Kohl betrachtet.

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    Tags:
    Berliner Mauer, Dmitri Medwedew, Helmut Kohl, Straßburg