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    Protest der türkischen Oppositionspartei CHP gegen das Gerichtsurteil gegen den CHP-Abgeordneten Enis Berberoglu

    Erdogan bezichtigt Opposition eines „Marsches für Terroristen“

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    Politik
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    Laut dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hat die wichtigste türkische Oppositionspartei CHP (Republikanische Volkspartei) einen „Marsch für Terroristen“ veranstaltet.

    „Wenn sie einen Marsch für die Terroristen und ihre Anhänger veranstalten (…) werden sie niemanden davon überzeugen, dass Gerechtigkeit ihr Ziel ist“, zitiert die türkische Nachrichtenagentur Anadolu Erdogan am Sonntag.

    Die CHP hat am 15. Juni einen Protestmarsch von Ankara nach Istanbul gestartet, der am 9. Juli enden soll. Anlass ist das Gerichtsurteil gegen den CHP-Abgeordneten Enis Berberoglu. Er war zu 25 Jahren Haft wegen angeblicher Spionage verurteilt worden.

    Berberoglu soll der Zeitung „Cumhuriyet“ Videomaterial zugespielt haben, das die Durchsuchung von Lastwagen des türkischen Nachrichtendienstes MIT zeigen soll. Die LKWs waren im Januar 2014 von türkischen Soldaten in der südtürkischen Provinz Adand gestoppt und kontrolliert worden, als sie sich in Richtung syrische Grenze bewegt hatten. Entsprechende Fotos und Videos, die von „Cumhuriyet" veröffentlicht wurden, zeigten zahlreiche Kisten mit Minen, Artilleriegeschossen und anderer Munition. Laut den türkischen Behörden beförderten die LKWs „logistische und humanitäre Hilfe" für syrische Turkmenen.

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    Tags:
    Protest, Republikanische Volkspartei (CHP), Recep Tayyip Erdogan, Türkei