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    A TV screen shows pictures of U.S. President-elect Donald Trump, right, and North Korean leader Kim Jong Un, at the Seoul Railway Station in Seoul, South Korea, Thursday, Nov. 10, 2016

    „Nordkorea ist nicht das Land, das die USA brechen können“ – Politologe

    © AP Photo / Ahn Young-joon
    Politik
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    Der Chef des russischen Instituts für regionale Probleme, Dmitri Schurawljow, hat in einem Interview mit Sputnik auf den Fehler des US-Präsidenten Donald Trump hingewiesen, den er bei der Regelung der Korea-Krise begangen hat.

    Nordkorea zeigt, dass es seine Raketenstarts fortsetzt und bereit ist, sich zu schützen — trotz dem Druck, den die USA ausüben", sagte er.

    Schurawljow bewertete die Versuche des US-Präsidenten Donald Trump, Nordkorea zu „brechen" als einen Fehler. „Denn einerseits ist das nordkoreanische Regime ziemlich robust. Andererseits ist das ein Land, das über irgendwelche Nuklearkräfte und sogar schon über Marschflugkörper verfügt — mögen diese auch abstürzen, und dabei nicht dort, wohin sie gestartet werden — dieses Land kann nicht mit diplomatischen Handlungen gebrochen werden".

    Um das Problem mit dem nordkoreanischen Nuklearprogramm zu lösen, sollte der US-Präsident nach neuen Mitteln suchen, die „feiner" seien, als alles, was Trump bislang eingesetzt habe, betonte der Politologe:

    „Ich verstehe, dass Trump auf den Einfluss hofft, den China auf Nordkorea ausübt, allerdings ist jeder Einfluss von Sicherheitsmotiven beschränkt. Das heißt: Wenn es um das Bestehen des Regimes gehen wird, wird kein Einfluss die Haltung von Nordkorea ändern. Hier ist etwas Feineres notwendig. Und ich glaube, der US-Präsident irrt sich, indem er glaubt, dass er dieses Problem so einfach lösen kann".

    Am Dienstagmorgen hatte Nordkorea erneut einen Marschflugkörper getestet. Die Rakete wurde von der westlichen Küste in Richtung Japanisches Meer gestartet. Der Flug dauerte 40 Minuten, die Rakete stürzte in der ausschließlichen Wirtschaftszone Japans ins Meer.

    Nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap erreichte die Rakete eine Flughöhe von mehr als 2300 Kilometern. Die japanische Agentur Kyodo berichtete unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Tokio sogar von 2500 Kilometern. Die Reichweite der Rakete habe 900 Kilometer betragen.

    Das russische Verteidigungsministerium erklärte seinerseits, dass diese Angaben stark übertrieben seien. Die Rakete habe eine Höhe von 535 Kilometern erreichte, sei rund 510 Kilometer weit geflogen und im zentralen Teil des Japanischen Meeres abgestürzt. Die Flugbahn sei vom russischen Frühwarnsystem überwacht worden.

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