08:10 15 November 2019
SNA Radio
    Sputnik- und RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan

    Sputnik-Chefin zu Xi: China und Russland sind öfters Opfer von Informationsattacken

    © Sputnik / Witaly Beloussow
    Politik
    Zum Kurzlink
    32064
    Abonnieren

    Russland und China fallen sehr oft Informationsattacken zum Opfer, wie die Sputnik- und RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan sagte.

    Simonjan trat am Dienstag vor dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping sowie Vertretern der größten Medien auf. In ihrer Rede verwies sie darauf, dass es derzeit sehr wichtig für die russischen und chinesischen Medien sei, auf der Weltbühne zusammenzuarbeiten. Die heutige Presse, die sogenannte vierte Macht in vielen Ländern, könne die öffentliche Meinung manipulieren und sogar die Werte einer Gesellschaft ändern. „Die vierte Macht wurde von niemandem gewählt. Niemand hat ihr Befugnisse gegeben, die Schicksale von Menschen oder sogar von Völkern zu besiegeln. Trotzdem tut sie das und deren Effekt ist manchmal bedeutsamer, als von einer Armee der Welt“, so Simonjan.

    „Kein Krieg in den letzten Jahren hat ohne mächtige Artillerieunterstützung durch die Weltpresse begonnen. Es hat keine Schlacht ohne eine vorläufige präzise Bombardierung durch TV-Sender, Radios, Zeitungen und Online-Ressource gegeben.“

    „Die Fake-News sind zu einer Falle geworden, in die Millionen Menschen geraten, die sich daran gewöhnt haben, den größten Mediennamen zu vertrauen, denen aber man schon seit langem nicht mehr vertrauen kann. Aufrichtige Lügen, die zuvor typisch für Boulevardzeitungen gewesen sind, werden derzeit von renommierten Medien verbreitet und neugewählten Staatschefs in den Mund gelegt. Das ist bequem für alle: sowohl für die Presse, die das tut, als auch für die Spitzenpolitiker“, sagte sie.

    Als Beispiel dafür führte Simonjan den französischen Präsidenten Emmanuel Macron an: „Der neugewählte Präsident Frankreichs Macron und sein Stab werfen uns – dem TV-Sender RT und der Agentur Sputnik – vor, Falschmeldungen über Macron zu verbreiten und führen konkrete Beispiele für diese Fakes an, die wir aber nie veröffentlicht haben… Dies interessiert aber bereits niemanden“, so Simonjan. Dies heiße „jemandem den schwarzen Peter zuschieben“.

    Gegen die Falschmeldungen könne man alleine nicht kämpfen.

    „Wir können dies nur zusammen tun. In diesem Fall zusammen mit den chinesischen Medien“, so Simonjan abschließend.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Simonjan kommentiert US-Gesetzentwurf gegen ausländische Medien
    US-Fonds gegen Russland für 100 Mio.? Idee aus Zeiten des Kalten Krieges – Simonjan
    Sputnik und RT werden Macrons Wahlkampfteam verklagen - Simonjan
    RT-Chefin Simonjan reagiert auf FAZ-Interview von NATO-Chefstrategen Sarts
    Tags:
    Fake-News, Informationen, Krieg, Medien, Margarita Simonjan, Emmanuel Macron, Wladimir Putin, Xi Jinping, Russland, China