22:51 24 Februar 2020
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    Die sogenannte bewaffnete Opposition hat sich den syrischen Friedensgesprächen in der kasachischen Hauptstadt Astana angeschlossen. Die militante Opposition hat sich dabei bereit erklärt, Kriegsgefangene freizulassen. Dies teilte am Mittwoch ein Vertreter der oppositionellen Delegation mit.

    An den zweitägigen Verhandlungen, die am 4. Juli begonnen haben, nehmen laut dem kasachischen Außenministerium Vertreter der „Nord-„ und „Südfront“ der syrischen Opposition teil. Im Anschluss an die Plenarsitzung soll eine Vereinbarung getroffen werden, um die Grenzen der syrischen Schutzzonen festzulegen.

    Die Oppositionellen erklärten sich bereit, Kriegsgefangene freizulassen. Es seien „nicht mehr als mehrere Hundert“. „Das sind Kriegsgefangene,  die wir im Laufe der Gefechte gefangen genommen haben“, so das Mitglied der bewaffneten oppositionellen Gruppierung „Fejlak asch-Scham“, Jasser Abdel Rachim. Dabei rechne die Opposition mit der Unterstützung der russischen Seite: „Sie (das russische Militär – Anm. d. Red.) beschäftigen sich mit der Freilassung von Gefangenen.“

    Die militante Opposition äußerte zudem den Wunsch nach einer anhaltenden Waffenruhe:

    „Wir sind nach Astana gekommen, um die wichtigsten Ziele zu erreichen: Erstens eine Feuerpause, und zwar auf Dauer und nicht nur vorübergehend. Zweitens geht es um Gefangene und deren Freilassung“, sagte der Leiter der Delegation der syrischen Opposition, Achmad Berri, gegenüber RIA Novosti.

    Die 5. Runde der Syrien-Verhandlungen hatte am Dienstag in der kasachischen Hauptstadt Astana begonnen. Das Hauptergebnis der bisherigen vier Runden war die Abstimmung eines Dokuments über die gemeinsame operative Monitoring-Gruppe für die Einstellung der Kampfhandlungen und die Unterzeichnung eines Memorandums über die Bildung von Schutzzonen in Syrien durch die Garant-Staaten Russland, die Türkei und den Iran.

    Indessen soll am 10. Juli die siebente Runde der Syrien-Verhandlungen in Genf beginnen, die unter der Uno-Ägide stattfinden. Wie die Teilnehmer der Verhandlungen in Astana betonen, bilden ihre Bemühungen keine Alternative zu den Treffen in Genf.  Sie sehen ihre Aufgabe in der Durchsetzung von Zielen im militärischen Bereich, in erster Linie hinsichtlich der Feuereinstellung, während die Verhandlungen in Genf in erster Linie die Regelung politischer Fragen zum Ziel haben.

     

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    Tags:
    Friedensgespräche, Kriegsgefangene, Opposition, Astana, Syrien, Russland