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    Zigtausende Syrer protestieren gegen Ankaras Vorgehen in Aleppo

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    Tausende Syrer sind auf die Straßen der Stadt Afrin in der Provinz Aleppo gegangen, um gegen das Vorgehen der Türkei in Nordsyrien zu protestieren, wie Rejzan Hedu, kurdischer Politiker und Mitglied des oppositionellen Demokratischen Rats Syriens, gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti am Donnerstag mitteilte.

    Unter den Demonstranten seien Kurden, Araber, Christen, Alawiten und Schiiten. Sie protestieren demnach gegen die türkischen Streitkräfte in Syrien und gegen den Einmarsch der türkischen Truppen in Afrin.

    ​Hedu warf dabei der Türkei vor, „jede politische Entscheidung zu bremsen“.

    „Es ist absehbar, dass die Türkei jeden Versuch Russlands, die Syrien-Krise zu lösen, zu Fall bringen wird. Wir alle sehen, dass die Türkei eine negative Rolle bei dem Treffen in Astana sowie bei allen vorherigen Treffen gespielt hat.“

    In der letzten Woche haben ihm zufolge die türkischen Militärs zahlreiche Siedlungen bei Afrin beschossen. Dabei sollen mindestens 30 Zivilisten verletzt und eine Frau sowie zwei Kinder getötet worden sein.

    Die türkische Zeitung „Yeni Safak“ hatte zuvor berichtet, dass Ankara die Vorbereitungen auf eine neue Expansion im Nordwesten Syriens schon abgeschlossen habe und gemeinsam mit der Freien Syrischen Armee (FSA) weiter in den Westen gehen und die Stadt Tel Rifaat sowie den Luftstützpunkt Menah erobern wolle, die aktuell von kurdischen Formationen kontrolliert werden. Allerdings behauptete die Zeitung zugleich, dass Ankara Afrin nicht stürmen, sondern isolieren wolle. Die Kurden fürchten jedoch, dass die Türken ihre ganze Enklave erobern.

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    Tags:
    Protest, Syrer, Türkei, Afrin, Syrien