18:04 17 Januar 2020
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    Kiews Kernproblem ist die Korruption. Dies erklärte der US-Vize-Außenminister William Brownfield auf einer internationalen Konferenz, wie die Onlinezeitung „Wsgljad“ unter Berufung auf ukrainische Medien berichtet. Offenbar staunt inzwischen selbst Washington über das Ausmaß des Amtsmissbrauchs in der Ukraine.

    „Es macht keinen Sinn für den Leib des ukrainischen Staates zu kämpfen – auch im Osten –, wenn er wegen der Korruption seine Seele verliert“, sagte Brownfield. Dieser Satz stammt von Brownfields Vorgesetztem, dem Außenminister Rex Tillerson. Gesagt hat er ihn auf dem letzten NATO-Ministergipfel im April.

    William Brownfield betonte indes: Washington sei begeistert von der Bereitschaft der Ukraine, sich äußeren Gefahren zu widersetzen. Auch lobte der Vize-Außenminister auf der Konferenz einige Reformerfolge Kiews.

    Erst im Mai dieses Jahres hatte die EU-Handelskommissarin eingeräumt, dass die Korruption in der Ukraine „einen sehr hohen Level“ erreicht habe.

    Das Ausmaß der Korruption sei für Washington wohl der Grund, Hilfszahlungen an Kiew gekürzt zu haben, schreibt die Onlinezeitung und betont: Der Kampf gegen die Korruption sei eine Kernidee des Euromaidans gewesen.

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    Kritik, Vorwürfe, Korruption, US-State Department, Rex Tillerson, USA, Ukraine