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    Litauen fordert Nato-Bündnisfall bei Cyberattacken

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    Die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite will Cyberattacken in den fünften Artikel des Nato-Vertrags, der einen Bündnisfall im Fall eines Angriffs gegen ein Mitglied der Allianz vorsieht, aufnehmen lassen.

    Dies erklärte Grybauskaite in Warschau bei einem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und europäischen Spitzenpolitikern.

    „Für Litauen und eine Reihe von Nato-Mitgliedstaaten wäre die Aufnahme von Cyberverteidigung in den fünften Artikel des Washingtoner Vertrags ein wichtiger Schritt“, so die litauische Präsidentin.

    Wie sie weiter gegenüber Trump betonte, brauchen die Nato-Verbündeten eine „schnellere und effektivere“ Allianz.

    Anfang Juni hatte Grybauskaite sich besorgt über Russlands Militärpotenzial in Kaliningrad geäußert. Unter den wichtigsten Bedrohungen nannte sie Hackerangriffe. Zuvor hatte Grybauskaite betont, Vilnius sei bereit, sich bei Bedarf gegen Russland zu verteidigen. Der Kreml erklärte daraufhin, solche Äußerungen über eine „russische Aggression“ seien Folgen von „totaler Russophobie“, die von außen aufgezwungen werde.

     

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    Tags:
    Bündnisfall, Cyberattacken, NATO, Donald Trump, Dalia Grybauskaite, Litauen, Russland