05:54 25 Januar 2020
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    Zweiter und schon letzter Tag beim G20-Gipfel. Heute müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden. Auf dem Programm stehen mehr Themen, als gestern in einem kleineren Zeitfenster.

    Noch gibt es nicht einmal Abschlusserklärungen zu zwei der gestrigen drei Themen. Während man sich zum Thema „Terrorismusbekämpfung“ einigen konnte, sprach Kanzlerin Merkel gestern bei den Programmpunkten „Freihandel“ und „Klima“ von „einem gutem Stück“ Arbeit für die Sherpas.

    Auch heute sind wieder spannende bilaterale Treffen am Rande des Gipfels geplant. So will sich Wladimir Putin am Morgen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan treffen. Auch hier dürfte es um Syrien gehen. Anschließend fährt der russische Präsident weiter zu einem Mini-Normandie-Gipfel zum Ukraine-Konflikt mit Emmanuel Macron und Angela Merkel im Hotel Atlantic.

    Gerade findet auf dem Gipfel ein Panel mit dem Weltbank-Chef Jim Yong Kim, der Ehefrau des kanadischen Premierministers Justin Trudeau Sophie Grégoire, der IWF-Chefin Christine Lagarde und Donald Trumps Tochter Ivanka Trump statt. Gerade wurde verkündet, dass ein internationaler Fonds für Frauen in Entwicklungsländern mit 325 Millionen Dollar aufgesetzt wurde. Später soll auch Kanzlerin Merkel zu dieser Runde dazustoßen.

    In den Arbeitsgruppen soll es ab 10.30 Uhr um die Themen „Afrika“ und „Migration“ gehen. Außerdem stehen die Themen „Gesundheit“, „Frauen“, „Digitalisierung“ und „Beschäftigung“ auf der Tagesordnung.

    Gegen 15.30 Uhr wird mit der Abschlusspressekonferenz von Angela Merkel gerechnet. Anschließend kann es noch weitere Pressekonferenzen anderer Gipfelteilnehmer geben.

    Sicher werden die Gipfel-Teilnehmer auch nicht darum herumkommen, sich zu der Gewalt der gestrigen Nacht zu äußern. Sollten sie. Auch für heute sind große Demonstrationen angemeldet. Von den nicht angemeldeten Demos ganz zu schweigen. Hat der Schwarze Block neue Kräfte gesammelt? Sind noch mehr Radikale angereist, möglicherweise auch aus dem Ausland? Wie wird die Polizei auf neue Provokationen reagieren?

    Auf den Straßen Hamburgs dürfte es auch heute wieder ungemütlich werden. Und der Gipfel wegen dem es zu all dieser Gewalt und Zerstörung kommt, muss erst noch abliefern.

    Armin Siebert

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    Themen, G20-Gipfel, G20, Angela Merkel, Recep Tayyip Erdogan, Emmanuel Macron, Syrien, Ukraine, Hamburg, Deutschland