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    Russophobie als Exportware: „Kiewer Führung wurde von europäischen Ländern etabliert“

    © REUTERS / Gleb Garanich
    Politik
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    Russlands Präsident Wladimir Putin hat beim G20-Gipfel in Hamburg geäußert, die einzige erfolgreiche Handelsware der heutigen Ukraine sei die Russophobie. Aus Sicht des Politikwissenschaftlers Andrej Koschkin von der Russischen Plechanow-Wirtschaftsuniversität wurde die heutige ukrainische Führung von den europäischen Staaten etabliert.

    Die derzeitigen Entwicklungen in der Ukraine seien eine direkte Folge der von Kiew betriebenen nationalistischen Politik, betonte der Politologe laut dem Nachrichtenportal "rueconomic.ru".

    „Hier sollte man anmerken, dass die heutige ukrainische Führung, die Völker trennt und die Russophobie in der ganzen Welt verkauft, mithilfe der europäischen Länder etabliert wurde“, so Koschkin.

    „Davon hat auch Putin mehrfach gesprochen mit Anspielung auf das Abkommen, das der ukrainische Ex-Präsident  Viktor Janukowitsch mit der damaligen Opposition unterzeichnet hatte“, so der Politologe weiter.

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    Gemeint ist das Abkommen vom 21. Februar 2014 zwischen Janukowitsch und den Anführern der sogenannten Maidan-Revolution zur Regelung der Krise in der Ukraine. Es sah vorgezogene Präsidentschaftswahlen sowie eine Verfassungsänderung und die Einstellung der Maidan-Proteste vor. Dieses Abkommen sei auch von den Außenministern Deutschlands und Polens, Frank-Walter Steinmeier und Radosław Sikorski, sowie von russischen und französischen Vertretern unterschrieben worden. Dennoch wurde Janukowitsch am nächsten Tag abgesetzt.

    Daher sei Putins Aussage ein klares Signal an die westlichen Länder gewesen, dass die heutige Ukraine nicht nur ein destabilisierender Faktor in Europa sei, sondern ein geopolitisches Risiko darstelle. Denn das Vorhandensein eines Landes auf dem europäischen Kontinent, dessen Führung nur Bürgerkrieg und antirussische Hysterie schüre und die Korruption fördere, sei eine Gefahr für alle.

    „Außerdem ist der Nationalismus, der heute in der Ukraine kultiviert wird, nicht nur für den Donbass, sondern auch für Polen und die Staaten des alten Europas gefährlich“, so der Politikwissenschaftler weiter.

    Das einzige Ziel der heutigen Ukraine sei es, für Russland wirtschaftliche und politische Schwierigkeiten zu schaffen. Ansonsten stelle dieser Staat ein verfallendes System dar, in dem das Lebensniveau ständig sinke, Unternehmen dichtmachten und die Bevölkerung massenweise das Land verlasse.

    Dies sei eine beispiellose Situation für das moderne Europa, weil es in der Geschichte des Kontinents eine solche „lebensunfähige Struktur“ bislang nie gegeben habe, die nur mit Stukturen von Kolonialländern in Asien und Afrika vergleichbar sei.

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    Tags:
    Export, Russophobie, Nationalismus, Wladimir Putin, Europa, Ukraine, Russland