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    Will Moskau seinen Nato-Botschafter abberufen?

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    Verhältnis Russland-Nato (2017) (50)
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    Moskau erwägt, Russlands Vertretung bei der Nato zu minimieren. Den ständigen Vertreter des Landes, Alexander Gruschko, soll nach Ende dessen offizieller Amtszeit ein Interims-Geschäftsträger ersetzen, wie ein hochrangiger Beamte aus dem russischen Außenministerium der Zeitung „Iswestija“ mitteilte.

    Der Quelle zufolge ist die Nato auf keinen konstruktiven Dialog eingespielt. Jede beliebige Diskussion könne schnell in Vorwürfen gegen Russland enden. Sollte es in den kommenden Tagen keine positiven Veränderungen geben, könne Moskau die Entscheidung treffen, seine Vertretung bei der Nato runterzustufen.

    Am 13. Juli soll das Treffen des Russland-Nato-Rates stattfinden, wobei Moskau daran zweifelt, dass es zu einem Ergebnis führen wird. Russland ist dem Außenministerium zufolge trotz alledem stets bereit, einen Dialog mit der Nato zu führen.

    Dem stellvertretenden Leiter des Komitees des Föderationsrates für die internationalen Angelegenheiten, Wladimir Dschabarow, zufolge „wird viel davon abhängen, wie die Beziehungen zwischen Russland und der USA verlaufen werden, ob wir eine gemeinsame Lösung des Syrien-Konflikts finden werden, ob die Spannung in Europa, in der Ukraine abgebaut wird“.

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    Tags:
    Vorwürfe, Dialog, Beziehungen, abberufen, Botschafter, NATO, Alexander Gruschko, Russland