14:04 18 November 2019
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    Nato-Truppen in Afghanistan

    US-Senator gesteht: Diesen Krieg verlieren die USA

    © REUTERS / Baz Ratner
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    Der Einsatz der Vereinigten Staaten und ihrer westlichen Verbündeter in Afghanistan dauert schon über 15 Jahre an. Nach Meinung des Senators John McCain verlieren die USA diesen Krieg.

    US Heer im Irak (Archivbild)
    CC0 / US Army/Mass Communication Specialist 2nd Class Walter J. Pels
    Zuvor war der republikanische Senator zusammen mit einer Delegation in Kabul gewesen, wo sie Gespräche mit der afghanischen Führung sowie dem Kommandanten der in Afghanistan stationierten US-Militärs führten.

    Nach seiner Rückkehr teilte der US-Senator nun mit, dass Kabul eine immer höhere Präsenz von US-Truppen und zusätzliche Mittel fordere, weil die afghanische Armee „unakzeptable Verluste“ einstecken müsste.

    “Wir haben keine Strategie. Wir verlieren. Wenn du nicht gewinnst, dann verlierst du“, so McCain in einem Intreview für den TV-Sender CBS. Das Problem liege im Weißen Haus, fügte er hinzu. 

    Derzeit befinden sich am Hindukusch etwa 8400 US-Soldaten sowie weitere 5000 Militärs aus anderen Nato-Ländern. Während des seit 2001 andauernden Afghanistan-Einsatzes sind etwa 2000 US-Soldaten ums Leben gekommen. Die afghanische Regierungsarmee verlor in dieser Zeit etwa 5000 Mann.

    Der US-Präsident Donald Trump hatte zuvor das Pentagon damit beauftragt, die Zahl der Soldaten festzulegen, die für die Sicherheit in Afghanistan nötig wären. Im vergangenen Monat räumte Pentagon-Chef James Mattis im Senat ein, dass die US-Truppen am Hindukusch Schwierigkeiten hätten und die Taliban-Bewegung mittlerweile viel stärker als noch vor einem Jahr geworden sei.

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    Tags:
    Krieg, NATO, John McCain, Afghanistan, USA