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    Türkischer Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci

    Wien weist türkischem Minister die Tür

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    Die österreichische Regierung hat dem türkischen Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci die Einreise für einen politischen Auftritt vor Landsleuten verboten, wie der TV-Sender ORF berichtet.

    Ein Sprecher des Außenministeriums sagte gegenüber dem Rundfunksender ORF, der österreichische Außenminister Sebastian Kurz habe Zeybekci die Einreise verweigert. Die geplante Veranstaltung zum Jahrestag der Niederschlagung des Putsches in der Türkei sei sehr groß. „Es besteht Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit in Österreich“, heißt es aus dem Außenministerium.

    Am Freitag hatten die Niederlande den türkischen Vizeregierungschef Tugrul Türkes, der auch zu einer Gedenkveranstaltung zum Putschversuch reisen wollte, zur unerwünschten Person erklärt.

    Zuvor hatte die Regierung in Ankara Deutschland und die Niederlande scharf angegriffen, weil dort im März und April Auftritte türkischer Politiker untersagt worden seien.

    In der Nacht auf den 16. Juli hatte eine Gruppe von Verschwörern den Versuch eines Staatsstreichs in der Türkei unternommen. Die Konfrontation fand hauptsächlich in Ankara und Istanbul statt. Laut jüngsten Angaben kamen dabei 246 Staatsbürger (exklusive der Verschwörer) ums Leben. Mehr als 2000 Menschen wurden verletzt. Der Putschversuch wurde unterdrückt.

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    Tags:
    Einreise, Putschversuch, Sebastian Kurz, Nihat Zeybekci, Österreich, Türkei