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09:15 21 Oktober 2019
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    Natalia Wesselnizkaja

    „Die heiße Spur riss bei Natascha ab“ – „Russische Anwältin“ sorgt für Rummel in USA

    © AP Photo / Alexander Zemlianichenko
    Politik
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    Nur eine einzige Frage hat Donald Trump Jr. der russischen Anwältin Natalia Wesselnizkaja bei ihrem Treffen im Juni 2016 gestellt. Dies erklärte die Anwältin im Interview mit dem TV-Sender NBC News, berichtet wie die russische Zeitung „RBC“.

    Trumps ältester Sohn wollte nämlich wissen, ob die russische Anwältin Unterlagen hat, die bestätigen, dass der Nationalausschuss der Demokraten Geld aus dubiosen Quellen erhalten hat.

    Das Treffen der russischen Anwältin mit dem ältesten Sohn des US-Präsidenten fand im Juni 2016 statt. Die US-Medien wurden darauf in der Hoffnung aufmerksam, eine Verbindung zwischen den Vertrauten des US-Präsidenten und russischen Behörden nachzuweisen.

    Auch Trumps Schwiegersohn Jared Kushner war bei dem Treffen anwesend, verließ es nach wenigen Minuten jedoch wieder. Trumps ehemaliger Berater und Kampagnenchef Paul Manafort war ebenfalls im Raum, beteiligte sich jedoch nicht am Gespräch und las stattdessen etwas in seinem Smartphone, sagte die Anwältin laut der Zeitung.

    Zusätzliche Informationen über Hillary Clintons Verbindungen nach Russland habe sie nicht vorweisen und Trumps Team deshalb auch nicht erfreuen können, sagte Wesselnizkaja laut dem Blatt. Sie habe sich aus Eigeninteresse mit Trump Jr. getroffen, erklärte die Anwältin weiter, um sich Unterstützung zu sichern beim Vorgehen gegen das sog. Magnitski-Gesetz, welches einen ihrer Mandanten betreffe.

    Donald Trump Jr. bezeichnete das Treffen laut dem Blatt als „20-minütige Zeitverschwendung“. „Rückblickend hätte ich wahrscheinlich anders gehandelt“, sagte er dem TV-Sender Fox News. Die Verhandlungen mit Wesselnizkaja seien beschämend gewesen. „Ich hätte mich daran auch gar nicht mehr erinnert, hätten die Medien nicht in diesem ganzen Unsinn rumgewühlt“, sagte er.

    In seiner offiziellen Erklärung zum Treffen mit Wesselnizkaja erwähnte Donald Trump Jr. deren Namen nicht, so das Blatt. „Sie hat keinerlei Details oder zusätzliche Informationen vorgezeigt oder auch nur vorgeschlagen. Es wurde schnell klar, dass sie keine relevanten Informationen hatte“, so Trump Jr.

    Wesselnizkaja selbst hat etwaige Verbindungen zum Kreml bestritten. Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, sagte auf eine Frage über die russische Anwältin: „Wir wissen nicht, wer das ist.“

    US-Präsident Trump lobte seinen ältesten Sohn indes: „Mein Sohn ist ein guter Mensch, ich applaudiere seiner Offenheit“, sagte der Präsident in einer Erklärung, die die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, vortrug.

    „Offensichtlich ist ein weiterer Versuch, eine russische Spur im US-Wahlkampf zu finden, gescheitert“, konstatiert die russische Onlinezeitung gazeta.ru und titelt: „Die heiße Spur riss bei Natascha ab.“

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    Tags:
    Russland-Verbindungen, Anwälte, Affäre, Treffen, Skandal, Kreml, Donald Trump Jr, Donald Trump, USA, Russland