22:44 04 August 2020
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    Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat dazu aufgerufen, sich von der gefährlichen Linie in der Entwicklung auf der Koreanischen Halbinsel abzukehren. Ihm zufolge unterstützt Moskau die Vorschläge Chinas zur Deeskalation.

    „Wichtig ist, Wege zur Deeskalation dieser Situation zu finden und dabei  einen kleinen Schritt rückwärts von dieser gefährlichen Linie zu tun. Der chinesische Vorschlag besteht darin, jegliche Tests – nukleare wie Raketentests – in Nordkorea sowie großangelegte Übungen von Südkorea auf Eis zu legen, damit alle etwas abkühlen und sich an den Verhandlungstisch setzen und Verhandlungen aufnehmen. Wir unterstützen diesen Vorschlag nachdrücklich“, sagte Lawrow am Donnerstag in Berlin.

    Eine andere Entwicklung wäre „sehr gefährlich“ und „schrecklich“, so der Außenminister. Nicht von ungefähr habe US-Verteidigungsminister James Mattis vor einiger Zeit offen gesagt, dass die Anwendung von Gewalt bei der Lösung des Problems der Koreanischen Halbinsel zu einer Katastrophe führen werde.

    Russland wende sich kategorisch gegen Provokationen von Nordkorea. Moskau habe dabei keinen besonderen Verbindungskanal zu Pjöngjang, sagte Lawrow.

    Trotz der Sanktionen des UN-Sicherheitsrates hört Nordkorea nicht damit auf, Raketentests unter dem Vorwand des Schutzes gegen die US-Bedrohung durchzuführen. Ballistische Interkontinentalraketen gelangen oft in die ausschließliche Wirtschaftszone Japans, nur einige hundert Kilometer entfernt von der Küste. Der letzte solche Start wurde am 4. Juli vorgenommen.

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