10:37 21 August 2017
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    Raketensysteme S-400 auf dem Roten Platz bei Paradeprobe (Archivbild)

    Deshalb will Türkei bei Russland S-400 für 2,5 Mrd. Dollar kaufen - Bloomberg

    © Sputnik/ Ewgenij Blinow
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    Die Türkei hat zugestimmt, bei Russland Flugabwehrraketensysteme S-400 zum Gesamtpreis von 2,5 Milliarden US-Dollar (etwa 2,19 Mrd. Euro) zu kaufen, wie ein namentlich nicht genannter ranghoher türkischer Beamte der Agentur Bloomberg mitteilte.

    Ihm zufolge soll die Türkei demnach gemäß einer russisch-türkischen Vorvereinbarung im kommenden Jahr zwei Raketensysteme S-400 aus Russland bekommen, später sollen dann zwei weitere in der Türkei hergestellt werden.

    Wie Bloomberg anmerkt, habe der Pressesprecher des russischen Rüstungsunternehmens Rosoboronexport gegenüber der Agentur einen Kommentar zu Details dieses Deals abgelehnt.

    „Der Raketen-Deal mit Russland ist ein  klares Zeichen dafür, dass die Türkei von den USA und Europa enttäuscht ist“, zitiert die Agentur den Analytiker des Moskauer Zentrums für Strategie- und Technologieanalyse, Konstantin Makijenko. Allerdings könne man seines Erachtens „dessen nicht sicher sein“, bis der russischen Seite im Rahmen dieser Vereinbarung der „Vorschuss“ gezahlt worden sei und mit der Montage des S-400 begonnen werde.

    Wie die türkische Quelle Bloomberg erzählte, gehe es Ankara bei einem beliebigen derartigen Geschäft vor allem um die Übergabe von Technologien oder des Know-hows. Laut dem Gesprächspartner der Agentur wolle die Türkei die Möglichkeit haben, eigene moderne Verteidigungssysteme herzustellen. Somit werde die Vereinbarung mit Russland über die Produktion zweier S-400 in der Türkei diesem Ziel dienen.

    Wie die russische Agentur RBK zuvor in ihrer Online-Ausgabe vom 5. Mai unter Verweis auf eine dem Kreml nahestehende Quelle berichtete, wolle Russland der Türkei einen Flugabwehrraketenkomplex S-400 zum Preis von 500 Millionen Dollar je Division verkaufen. Dies soll ein Gesprächspartner von Seiten des Verteidigungsministeriums RBK gegenüber bestätigt haben. Allerdings sei man sich zu jenem Zeitpunkt noch nicht über den Preis des Deals einig gewesen. Laut Medienmeldungen sollen sich die Verhandlungen mit der Türkei auch deshalb verzögert haben, weil Ankara auf der Übergabe eines Teils der Technologien und auf einer gemeinsamen Produktion mancher Bauteile dieser Flugabwehrraketenkomplexe bestanden habe.

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    Tags:
    Raketenkomplex, Waffenlieferungen, Kauf, S-400, Bloomberg, Türkei, Russland
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