06:54 25 September 2018
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    Frau trauert am Ort des Terroranschlags in Nizza

    11 Terroranschläge, Dutzende Tote, Hunderte Verletzte - Europa nach Albtraum in Nizza

    © AFP 2018 / Valery Hache
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    Am Freitag jährt sich Tragödie von Nizza, als ein Laster in eine Menschenmenge raste, die zu einem Feuerwerk unterwegs war. Seitdem wurden London, Stockholm, Paris, Sankt Petersburg, Berlin, Manchester und Ansbach zur Zielscheibe von Extremisten.

    Bei elf Terroranschlägen kamen mindestens 60 Menschen ums Leben, darunter Kinder. In diesem Artikel fasst Sputnik die schrecklichen Ereignisse noch einmal zusammen.

    2017

    Am 19. Juni raste ein Transporter in eine Menschenmenge nahe einer Moschee im Londoner Stadtteil Finsbury Park. Ein Mensch kam ums Leben, acht Verletzte wurden ins Krankenhaus gebracht. Der Anschlag ereignete sich kurz nach Mitternacht. Der Bürgermeister von London, Sadiq Khan, bezeichnete den Vorfall als Terroranschlag. Von einem „potenziellen Terroranschlag“ sprach ebenfalls die britische Regierungschefin Theresa May.

    Terroranschlag in London
    © REUTERS / Hannah McKay
    Terroranschlag in London

    Am 3. Juni überfuhr ein Kleinbus auf der London Bridge etliche Fußgänger. Nach Medienangaben wurde der Vorfall in London von den Behörden als Terroranschlag eingestuft. Zudem wurde von weiteren Angriffen nahe der London Bridge berichtet. In dieser Nacht kamen sieben Menschen ums Leben, rund 50 wurden verletzt.

    Anschlag in Manchester
    © REUTERS / Andrew Yates
    Anschlag in Manchester

    Am 22. Mai ereignete sich in Manchester (Großbritannien) in der Manchester Arena während eines Konzerts der US-Sängerin Ariana Grande eine Explosion. Der Anschlag wurde vom Selbstmordattentäter Salman Abedi verübt. 22 Menschen kamen ums Leben, darunter zwölf Kinder, weitere 59 wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Verantwortung für den Terroranschlag wurde von der Terrorgruppe Islamischer Staat übernommen.

    Terror in Stockholm
    © AFP 2018 / Jonathan Nackstand
    Terror in Stockholm

     

    Am 7. April raste ein Laster im Zentrum von Stockholm in eine Menschenmenge auf der belebten Einkaufsstraße Drottinggatan. Der Lkw stoppte erst, nachdem er ins Schaufenster eines Geschäfts gefahren war. Vier Menschen kamen ums Leben, 15 Menschen wurden verletzt. Laut den Behörden war es ein Terroranschlag. Der Verdächtige Rachmat Akilow, ein usbekischer Staatsbürger, gab seine Schuld zu und wurde festgenommen.

    Terroranschlag in St. Petersburger U-Bahn
    Terroranschlag in St. Petersburger U-Bahn

    Am 3. April ereignete sich eine Explosion in Sankt Petersburg in der U-Bahn zwischen den Stationen Sennaja Ploschtschad und Technologitscheski Institut. 14 Menschen kamen ums Leben, mehr als 50 wurden verletzt.

    Schießerei vor britischem Parlament in London: Ein Verletzter auf der Westminster Bridge
    © REUTERS / Toby Melville
    Schießerei vor britischem Parlament in London: Ein Verletzter auf der Westminster Bridge

    Am 22. März fuhr ein Attentäter mit einem Auto auf der Westminster Bridge in London in die Menschenmenge. Am Parlament wurde der Fahrer von einem Polizisten gestoppt. Der Attentäter verletzte den Polizisten mit einem Messer und wurde anschließend von einem anderen Polizisten erschossen. Bei dem Vorfall wurden mindestens zwölf Menschen verletzt.

    Am 18. März stoppte die Polizei ein Auto in Paris, um die Papiere des Fahrers zu prüfen. Der Fahrer schoss mit einer Luftpistole auf den Polizisten und verletzte ihn, dann floh er. Später klaute er ein anderes Auto und griff am Flughafen Sicherheitsbeamten an und versuchte, ihnen die Waffen zu entreißen. Er wurde vor Ort erschossen. Die Ermittler fanden die Identität des Attentäters heraus – Ziyed Ben Belgacem. Er ist kein Unbekannter bei Polizei und Aufklärungsdiensten. Der Staatsanwalt von Paris bezeichnete den Angriff auf Militärs in Orly als Terroranschlag.

    Am 16. März explodierte im Pariser Hauptquartier des Internationalen Währungsfonds ein Paket mit Pyrotechnik. Der Brief wurde von einer Sekretärin geöffnet. Bei der Explosion wurden ihre Hände und ihr Gesicht verletzt. Das Gebäude wurde nicht beschädigt. Frankreichs Präsident Francois Hollande stufte den Vorfall als Terroranschlag ein.

    Am 3. Februar griff ein Unbekannter in einem schwarzen T-Shirt mit Schädelmotiven mit zwei Macheten und den Rufen „Allahu Akbar“ eine Militärpatrouille in Paris an, die für die Ordnung nahe des Louvre während der Sonderoperation unter dem Decknamen „Sentinelle“ sorgte. Daraufhin eröffneten die Militärs das Feuer auf den Angreifer. Er wurde am Bauch schwer verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert. Zudem wurde ein Soldat leicht verletzt. Laut französischen Behörden handelte es sich um einen Terroranschlag.

    2016

    Berliner Weihnachtsmarkt neben Kaiser-Wilhelm-Gedaechtniskirche
    © AFP 2018 / Tobias Sschwarz
    Berliner Weihnachtsmarkt neben Kaiser-Wilhelm-Gedaechtniskirche

    Am 19. Dezember raste ein Laster auf den Weihnachtsmarkt in Berlin, wobei zwölf Menschen ums Leben kamen und 48 ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Laut den Behörden handelte es sich um einen Terroranschlag, der verdächtige 24-jährige Tunesier Anis Amri, der am Steuer saß, wurde später in Mailand bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet. Der Terrorist stand mit dem Islamischen Staat (IS) in Verbindung.

    In der Nacht zum 25. Juli ereignete sich eine Explosion im bayerischen Ansbach während eines Musikfestivals, als rund 2500 Menschen nach Hause gingen. Ein syrischer Flüchtling, der als Vollzieher des Terroranschlags gilt, kam ums Leben. Die Verantwortung für den Anschlag wurde von der Terrorgruppe Islamischer Staat übernommen, die Behörden stuften den Vorfall als Terroranschlag ein.

    Am 14. Juli raste der Fahrer eines Lasters am Abend in Nizza in die Menschenmenge, die sich an der Promenade des Anglais versammelt hatte, um sich ein Feuerwerk anzuschauen. Nach Augenzeugenangaben fuhr der Attentäter im Zick-zack-Kurs rund zwei Kilometer durch die Menge und eröffnete das Feuer. Er wurde von Polizisten getötet. Bei dem Anschlag wurden 84 Menschen getötet.

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    Linksextremismus, Bombenanschlag, Anschläge, U-Bahn, Lkw, Rechtsextremismus, Terrorismus, Terrormiliz Daesh, Nizza, Europa, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Russland