12:02 13 Dezember 2017
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    Wie Pentagon auf möglichen S-400-Deal zwischen Ankara und Moskau reagierte

    © AFP 2017/ Staff
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    US-Verteidigungsminister James Mattis hat Ankaras Entscheidung, Raketenabwehrsysteme bei Russland und nicht bei den NATO-Verbündeten zu kaufen, als souveränes Recht der Türkei bezeichnet, berichtet die Online-Zeitung „Wsgljad“ am Samstag.

    Ihm zufolge sind die russischen Fla-Raketen-Systeme des Typs S-400 nicht mit der Militärtechnik der Nato kompatibel, deren Mitglied die Türkei ist.  

    Diesbezüglich soll Mattis aufgerufen haben, eine weitere Entwicklung der Ereignisse abzuwarten, um dann zu sehen, ob dieser Deal zustande komme.  

    „Ob die Türken die Systeme tatsächlich einsetzen werden? Ob sie diese nur in einem Gebiet einsetzen werden?“, sagte Mattis am Freitag in Washington gegenüber Journalisten.    

    Zuvor hatte der Agentur Bloomberg mitgeteilt, dass die Türkei zugestimmt habe, bei Russland Flugabwehrraketensysteme S-400 zum Gesamtpreis von 2,5 Milliarden US-Dollar (etwa 2,19 Mrd. Euro) zu kaufen.

    Das S-400-System (Nato-Code SA-21 Growler) ist mit einer Reichweite von 400 Kilometern gegen alle Typen von Flugzeugen über Drohnen bis zu Marschflugkörpern wirksam und kann auch taktische Raketen abfangen. Selbst Tarnkappenflugzeuge (Stealth) haben dagegen keine Chance. Jedes System kann gleichzeitig 36 Ziele in bis zu 27 Kilometer Höhe mit insgesamt 72 Raketen beschießen. Das System ist mit vier Raketentypen kompatibel, die sich in Gewicht und Reichweite unterscheiden.

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    Tags:
    Deal, S-400, NATO, Zeitung Wsgljad, James Mattis, Russland, Türkei
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