10:50 25 Juli 2017
SNA Radio
    EU-Ukraine-Gipfel

    Ukraine – Spaltungsfaktor in der EU – russischer Politiker

    © REUTERS/ Ukrainian Presidential Press Service/Mykola Lazarenko
    Politik
    Zum Kurzlink
    3951861625

    Die ukrainische Frage ist ein „Spaltungsfaktor“ unter den EU-Mitgliedsländern geworden. Dies erklärte am Sonntag der Vorsitzende des Komitees für Informationspolitik im Föderationsrat Russlands (russisches Parlamentsoberhaus), Alexej Puschkow, gegenüber Journalisten.

    Dem Senator zufolge sei zum Merkmal der Spaltung das Ausbleiben einer Abschlussdeklaration nach dem Treffen der EU und der Ukraine geworden.

    „Die Ukraine ist ein Faktor der Spaltung in der EU geworden: Die polnisch-litauische Union wolle sie (die Ukraine – Anm. d. Red.) in der EU sehen, alle anderen seien strikt dagegen. Deswegen kam statt der Deklaration als Schlussdokument ein Nichts“, schrieb Puschkow auf seinem Twitter-Account.

    Zuvor hatte der ukrainische Außenminister Pavel Klimkin erklärt, er sehe keine Notwendigkeit in einer Deklaration des Ukraine-EU-Gipfels.

    Der erste Vizevorsitzende des Ausschusses für Verteidigung und Sicherheit im Föderationsrat, Franz Klinzewitsch, unterstrich, dass das Ausstehen einer Abschlussdeklaration zum Ukraine-EU-Gipfel von einer tiefen Krise in den Beziehungen der beiden Seiten zeuge.

    Zum Thema:

    Sicherheitspolitiker: „EU-Assoziierung mit Ukraine ist Niederlage für Poroschenko“
    Weniger Gas für EU durch Ukraine: Russland nennt Durchleitungsmaximum ab 2020
    Ukraine-Konflikt: EU verlängert Krim-Sanktionen
    Visafreiheit für Ukraine heißt: Billige Arbeitskräfte und illegale Waffen für die EU
    Tags:
    Zentrum für Ukrainistik- und Belorussistik an der Lomonossow-Unversität Moskau, Zeitschrift "PolitExpert", Ausschuss für Informationspolitik im Föderationsrat Russlands, Föderationsrat, Moskauer Lomonossow-Universität (MGU), Bogdan Bespalko, Pawel Klimkin, Franz Klinzewitsch, Alexej Puschkow, Russland, Litauen, Polen, EU, Ukraine
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren