04:31 25 November 2017
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    Russlands Präsident Wladimir Putin

    Russland-Hetzer und Putin-Hasser: US-Politiker kritisiert „Washington Post“

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    Politik
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    Der konservative US-Politiker und Journalist Pat Buchanan hat in einem Beitrag für die Zeitschrift „American Conservative“ den Artikel von „The Washington Post“ (WP) kritisiert, in dem Russland als „feindliche Macht“ bezeichnet und der Rest Amerikas aufgerufen wird, die Russophobie der US-Hauptstadt zu übernehmen.

    In dem Artikel von  „Washington Post“ mit dem vielsagenden Titel „Warum Russland eine feindliche Macht ist“ wird behauptet, dass Russlands Präsident Wladimir Putin die Werte vertrete, die das genaue Gegenteil der amerikanischen Werte darstellen würden. „Er stellt Einflusssphären über Selbstbestimmung, die Korruption über die Transparenz und Repressionen über die Demokratie“, hieß es.

    Seit wann ist die Unterstützung von Einflusssphären denn „unamerikanisch“? – fragt Buchanan. Jeder US-Präsident von Truman bis George H. W. Bush habe das gemacht.

    „Als die Ostdeutschen, Ungarn, Tschechen und Polen gegen kommunistische Regimes aufbegehrten, hatte keiner der US-Präsidenten eingegriffen.“ Eben weil sich diese Nationen jenseits der 1945 vereinbarten Jalta-Linie befunden hätten. George Bush senior und US-Außenminister James Baker hätten der Ukraine gar „selbstmörderischen Nationalismus“ vorgeworfen, weil sie eine Unabhängigkeit von Russland anstrebte.

    Was die Transparenz betreffe, so werde „unserem Mann“ in Kiew, Petro Poroschenko, die Unterstützung der Korruption vorgeworfen. Aus diesem Grund sei auch der ehemalige georgische Präsident Michail Saakaschwili „angewidert“ von seinem Amt des Gouverneurs von Odessa zurückgetreten.

    Und könne der Vorwurf „Repressionen über Demokratie“ nicht gegen den Nato-Verbündeten Recep Tayyip Erdogan sowie gegen den ägyptischen Präsidenten und US-Verbündeten Abdel Fattah el-Sisi erhoben werden?

    In dem WP-Artikel wird zudem an den Fall des russischen Anwalts Sergej Magnitski erinnert, der 2009 im Gefängnis ums Leben gekommen war. Der US-Kongress verhängte mit dem Magnitski-Gesetz 2012 Sanktionen gegen mehrere russische Bürger. 

    „Doch Chinas einziger Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo, der wegen der Unterstützung der Demokratie zu elf Jahre Gefängnis verurteilt worden war, starb am Donnerstag an Leberkrebs, während die Polizei in seinem Zimmer war“, schreibt Buchanan weiter.

    Würden ähnliche Magnistski-Sanktionen China aufgebrummt? Keine Chance, antwortet der Journalist. Das Handelsvolumen sei viel zu groß. Der Kongress werde das tun, was für ihn am natürlichsten sei – einen Kotau machen.

    Die Feindseligkeit gegenüber Russland sei heute stärker als zu den schlimmsten Zeiten des Kalten Krieges, betont Buchanan. Putins Russland werde als „imperialistisch“ bezeichnet. Dabei sei Estland — ein Land, das Russland „im Handumdrehen verschlucken“ könnte, schon seit 25 ein freies Land. Russland werfe man auch vor, die Halbinsel Krim zurückgenommen zu haben. Dies sei aber erst nach dem US-unterstützen Staatsstreich in Kiew geschehen, als die legitim gewählte Regierung gestürzt worden sei. 

    „Wenn Amerika gegen Russland in den Krieg zieht, den unsere Präsidenten im Kalten Krieg vermieden haben, dann werden sich die Russland-Hetzer und Putin-Hasser im gleichen Höllenkreis wie die Idioten-Kriegstreiber vom 1914 wiederfinden“, schlussfolgert der Autor.

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    Tags:
    Russophobie, Washington Post, Wladimir Putin, Russland, USA