08:57 19 Juni 2019
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    So begründen arabische Länder ihre Forderung nach Rechtsentzug für WM-2022 bei Katar

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    Politik
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    Nach dem Abbruch der Beziehungen zu Katar fordern nun Saudi-Arabien, die VAE, Bahrain, Ägypten, der Jemen und Mauretanien vom Internationalen Fußballverband (Fifa), Katar das Recht auf die Austragung der Fußball-WM 2022 zu entziehen, ansonsten drohen sie mit einem Boykott. Das berichtete das Portal „The Local“ am Sonntag.

    In einem diesbezüglichen Schreiben behaupteten die arabische Länder, Katar werde die WM angeblich nicht auf dem entsprechenden Niveau durchführen und für Sicherheit der Fans sorgen könnte, da dieses Land ihrer Ansicht nach als „Unterschlupf für Terroristen“ diene, sagte Fifa-Präsident Gianni Infantino laut der Agentur Reuters.

    Die Fußball-WM 2022 soll in Katar vom 21. November bis 18. Dezember 2022 stattfinden. 

    Inzwischen hat sich laut der Agentur Reuters herausgestellt, dass die Meldung nicht von „The Local“, sondern auf einer gefälschten, dem Portal ähnlich sehenden Webseite veröffentlicht wurde.

    Am 5. Juni hatten Ägypten, Saudi-Arabien, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate, Libyen sowie Jemen, die Malediven und Mauritius die diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen, den Flug- und Schiffsverkehr gestoppt und die Grenzen geschlossen. Sie warfen dem Emirat „Unterstützung des Terrorismus“ und „Destabilisierung der Lage im Nahen Osten“ vor.

    Die Golfstaaten hatten Katar am 23. Juni eine Liste mit ultimativen Forderungen überreicht, die Regierung Katars wies sie kurz vor Ablauf des Ultimatums zurück. Sie verurteilte diese als unrealistisch und rief zu deren Revision auf.

     

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    Tags:
    Forderung, Boykott, Fußball-WM 2022, Zeitung The Local, FIFA, Gianni Infantino, Mauritius, Vereinigte Arabische Emirate (VAE), Malediven, Bahrain, Ägypten, Jemen, Katar, Saudi-Arabien, Libyen