14:27 23 Juni 2018
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    WP nennt Schuldigen an Katar-Krise

    © AFP 2018 / Rene Slama
    Politik
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    Der Hackerangriff vom 24. Mai auf die katarische staatliche Nachrichtenagentur Qatar News Agency (QNA), der eine diplomatische Krise ausgelöst hat, ist von den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgelöst worden. Dies meldet die US-Zeitung The Washington Post unter Hinweis auf die Quellen in den amerikanischen Nachrichtendiensten.

    Wie WP berichtet, hat die Analyse der von den US-Nachrichtendiensten gesammelten Information gezeigt, dass am 23. Mai hochrangige Regierungsmitglieder der VAE „den Plan und seine Umsetzung“ besprochen hätten. Es sei unklar, ob die VAE den Hackerangriff selbst begangen oder dafür dritte Personen eingestellt hätten.

    Am 24. Mai war auf der Webseite der QNA eine Nachricht über den Auftritt des katarischen Emirs Tamim bin Hamad Al Thani veröffentlicht worden. Er solle sich für die Verbesserung der Beziehungen zu dem Iran ausgesprochen und die palästinensische Organisation Hamas sowie die libanesische Miliz Hisbollah als Widerstandsbewegungen bezeichnet haben. Der QNA-Chef hatte am selben Tag gesagt, diese Nachricht sei nach einem Hackerangriff veröffentlicht worden. Infolge der Veröffentlichung dieser Nachricht hatten Saudi-Arabien, die VAE, Bahrain, Ägypten und einige andere arabische Länder katarische Massenmedien verboten. Einige Tagen später hatten diese Länder die diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und dem Emirat „Unterstützung des Terrorismus“ und „Destabilisierung der Lage im Nahen Osten“ vorgeworfen.

    Die VAE haben die Beschuldigung des Hackerangriffes dementiert. „Die VAE waren an dem mutmaßlichen Hackerangriff nicht beteiligt“, zitierte damals „The Washington Post“ den VAE-Botschafter in Washington.

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    Tags:
    Katar-Krise, Qatar News Agency (QNA), Washington Post, Emir Tamim bin Hamad al-Thani, Vereinigte Arabische Emirate (VAE), Katar
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