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00:34 24 Juli 2019
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    Am Ort des Flugzeugabsturzes in Ägypten (Archivbild)

    Warum Ägypten A321-Absturz über Sinai nicht als Terror-Anschlag einstuft

    © Sputnik / TASS/Pool/Maksim Grigoriew
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    A321-Absturz über Sinai (104)
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    Die Ablehnung Ägyptens, zum Absturz einer russischen A321 über der Halbinsel Sinai zu ermitteln, ermöglicht es dem nordafrikanischen Land, keine Entschädigungen an die Familien der Opfer zu zahlen, wie eine nicht genannte Quelle aus den russisch-ägyptischen Verhandlungskreisen am Mittwoch mitteilte.

    „Die ägyptische Führung hat noch immer kein Strafverfahren wegen Terrorismus eingeleitet. Die Ermittlungen verlaufen wie nach einer einfachen Flugzeugkatastrophe“, sagte der Sprecher.

    „Das wird dazu getan, um  den Familien der Gestorbenen keine Entschädigung zu zahlen, weil dann sofort klar werden würde, dass der Terror-Angriff wegen mangelhafter Arbeit der Sicherheitsdienste möglich geworden war“. 

    Früheren Angaben zufolge hat Russland Ägypten vorgeschlagen, die Sicherheitsmaßnahmen in den Flughäfen des Landes zu verstärken sowie ein Protokoll zu unterzeichnen, laut dem russische Sicherheitskräfte ständig in den Flughäfen präsent sind, auf denen Flugzeuge aus Russland landen.

    Die bisher schwerste Katastrophe in der Geschichte der sowjetischen bzw. russischen Zivilluftfahrt hatte sich am 31. Oktober 2015 ereignet. Der Airbus A321 der Fluggesellschaft Kogalymavia, der von Scharm al-Scheich nach Sankt Petersburg unterwegs war, stürzte über der Halbinsel Sinai ab. Niemand von den 224 Insassen überlebte. Nach Angaben des russischen Sicherheitsdienstes FSB war die Katastrophe durch einen Sprengstoffanschlag verursacht worden.

     

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    Grund, Ermittlungen, Terror, Entschädigung, Ablehnung, A321-Absturz, Ägypten, Russland