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    Aktivisten Amnesty International vor türkische Botschaft, Paris

    Ankara antwortet auf Deutschlands Forderung zu Freilassung von Steudtner

    © AFP 2019 / bertrand GUAY
    Politik
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    Laut Ankara sind die Kommentare deutscher Amtspersonen bezüglich der Verhaftung des deutschen Menschenrechtlers Peter Steudtner inakzeptabel und stellen eine Einmischung in das türkische Gerichtssystem dar.

    Am Dienstag hatte die türkische Staatsanwaltschaft die Landesdirektorin von Amnesty International, Idil Eser, und weitere fünf Personen, darunter den deutschen Menschenrechtstrainer Peter Steudtner wegen Unterstützung  einer „bewaffneten Terrororganisation“ inhaftieren lassen. Daraufhin teilte der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert mit, dass die Bundesregierung mit dem Menschenrechtler solidarisch sei. Das Auswärtige Amt forderte von Ankara, Steudtner sofort freizulassen, bezeichnete die Vorwürfe gegen ihn als absurd und bestellte den türkischen Botschafter in Berlin, Ali Kemal Aydın, zu einem Gespräch ein.

    „Das ist eine direkte Einmischung in das türkische Gerichtssystem. Die Kommentare demonstrieren noch einmal die doppelten Standards bei der Auslegung des Gesetzes seitens derjenigen, die es verhindern, die Terroristen zur Verantwortung zu ziehen, und die Mitglieder der Terrororganisationen unterstützen, die unser Land bedrohen“, heißt es in der Mitteilung der türkischen Außenamts. 

    Gleichzeitig informierte die Behörde, dass bei Steudtners Inhaftierung alle internationalen Normen eingehalten worden seien, und nichts  einer konsularischen Hilfe für den Verhafteten im Wege stehe.

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    Tags:
    Menschenrechtsverletzungen, Internationale Beziehungen, Menschenrechte, Amnesty International, Türkei