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18:01 20 August 2019
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    Teil der Pipeline Nord Stream (Archivbild)

    Neue US-Sanktionen gegen Russland bedrohen sämtliche EU-Unternehmen

    © AP Photo / Frank Hormann
    Politik
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    Die Vertreter einiger europäischer Energie-Großunternehmen haben die neuen Anti-Russland-Sanktionen der USA strikt abgelehnt, wie das deutsche Wirtschaftsmagazin „Handelsblatt“ schreibt. Die von Washington eingeführten Einschränkungen könnten negative Folgen für eine ganze Reihe deutscher Unternehmen haben.

    Experten zufolge versuchen die USA unter dem Deckmantel von Russland-Sanktionen die US-Interessen auf dem internationalen Gasmarkt durchzusetzen. 

    Laut Rainer Seele, Chef des österreichischen Energiekonzerns OMV, muss noch mehr Gas aus Russland nach Europa kommen, statt die Lieferungen aus Russland zu gefährden.  

    „Aus europäischer Sicht sind zusätzliche Erdgasmengen aus Russland notwendig, da die eigene Produktion deutlich zurückgeht', sagt Seele gegenüber dem Handelsblatt. In diesem Zusammenhang wirbt der OMV-Chef für das Projekt Nord Stream 2, welches die Kapazität der bestehenden Ostseepipeline verdoppeln soll. Das bringe zusätzliche Versorgungssicherheit und garantiere den europäischen Kunden attraktive Konditionen.

    „Sollten die Sanktionen tatsächlich so kommen, hätte das eklatante Auswirkungen auf die gesamte Öl- und Gasversorgung“, sagte Matthias Warnig, Chef des Pipelineprojekts Nord Stream 2. Insbesondere wäre dabei Deutschland betroffen.

    Der US-Senat hat vor kurzem beschlossen, sämtliche Unternehmen mit Sanktionen zu belegen, die dabei helfen, russische Gas- und Ölpipelines zu bauen, zu betreiben oder auch nur zu warten. Somit sollen die Unternehmen gezwungen werden, ihre Russland-Aktivitäten einzustellen. Die Maßnahme, die vor allem Russland schwächen soll, trifft gleichzeitig Europa, hieß es im Artikel.

     

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    Tags:
    Sicherheit, Gefahr, Nord Stream, OMV, Matthias Warnig, Rainer Seele, Russland, USA, Europa, Deutschland