17:47 07 Dezember 2019
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    Ein Tankwagen von ExxonMobil (Archivbild)

    USA: Ölkonzern Exxon muss hohe Geldstrafe zahlen – wegen Russland-Sanktionen

    © AP Photo / Donna McWilliam
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    Das US-Finanzministerium hat den Ölkonzern ExxonMobil mit einer Geldstrafe in Höhe von zwei Millionen US-Dollar belegt. Die Behörde wirft dem Unternehmen einen Verstoß gegen die Russland-Sanktionen im Jahr 2014 vor.

    So sollen zwei Exxon-Tochterfirmen 2014 mehrere Verträge mit dem Chef des russischen Ölunternehmens Rosneft, Igor Setschin, abgeschlossen haben. Dabei habe Setschin schon auf der US-Sanktionsliste gestanden. Damals hatte der heutige US-Außenminister Rex Tillerson den amerikanischen Ölkonzern geleitet.

    Die Behörde wirft Exxon Mobil vor, die Geschäftsverbindungen zu Setschin gegenüber der US-Regierung verschwiegen zu haben. Der Ölkonzern wies die Vorwürfe des Finanzministeriums als „fundamental unfair“ zurück.

    Als Beispiel führte ExxonMobil den BP-Chef Robert Dudley an. Das US-Finanzministerium hatte ihm seinerzeit erlaubt, an Vorstandssitzungen von Rosneft teilzunehmen und sich mit Setschin zu treffen, weil die Sitzungen nicht mit dem Rosneft-Chef persönlich verbunden gewesen seien. 

    Der Konzern behauptet, dass die mit Rosneft unterzeichneten Dokumente ebenfalls nur mit den Aktivitäten des russischen Unternehmens zu tun gehabt hätten und nicht mit Setschin selbst.

    Exxon hat inzwischen ein juristisches Verfahren initiiert, um die Entscheidung des Finanzministeriums anzufechten. Dies geht aus einer Erklärung der US-Firma hervor

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    Tags:
    Geldstrafe, Sanktionen, Russland, USA